11. Mai 2012 vk.admin

Buchtipp: The Top Five Regrets of the Dying!

5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen!

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(Keine Lust zu LESEN? Ganz unten gibt es dazu auch ein Video! 🙂)

„Das Beste kommt zum Schluss.“ So inszenieren es die Produzenten des Hollywood-Blockbusters von 2007mit Jack Nicholson und Morgan Freeman in den Hauptrollen. Mit der Sicherheit des nahestehenden Todes und der Angst etwas im Leben verpasst zu haben, lassen es diese beiden Todgeweihten Herren im Kino noch einmal Krachen – vom hitzigen Autorennen bis zum eiskalten Bergsteigen. Doch wie geht es den schwerkranken Menschen außerhalb der großen Kinoleinwand? Was denken sie kurz vor ihrem nahestehenden Tod? Sind sie zufrieden? Haben sie Angst? Was bedauern sie? Was denken die Menschen über ihre 70,80,90 oder noch mehr Lebensjahre? Was haben sie verpasst?

Die australische  Palliativ-Pflegerin (Sterbebegleiterin) Bronnie Ware, hat über dieses Thema ein wundervolles Buch geschrieben und dabei genau diese Fragen beantwortet. „5 regrets of Dying“ – zu Deutsch „5 Dinge, die Sterbenden am meisten bereuen.“ Denn das Leben kann nach außen noch so perfekt gewesen sein. Im inneren der Menschen sieht es meist anders aus.

Und dieses „wahre Ich“ hat die Australische Hauskrankenpflegerin in hunderten Gesprächen mit sterbenden Menschen ans Tageslicht befördert. Eine Geschichte, von der wir alle lernen sollten. Eine Geschichte die Mut machen soll. Ein Aufruf an die Lebenden. Eine Hommage an das Leben.

Alles begann an dem Tag, als die Australierin Bronnie Ware auf ihr Konto blickte und erkannte, dass da nichts mehr zu holen ist. Um keine Hypothek aufnehmen zu müssen und sich auch die belastenden Miete zu sparen, entschloss sie sich nach England zu reisen und dort bei einer alten Bäuerin zu leben und für diese zu sorgen. Die alte Frau wurde krank und Bronnie von nun an ihre Allround-Betreuerin und später auch Sterbebegleiterin. Durch die vielen Gesprächen mit der alten Frau entstand eine wundervolle Freundschaft und eine intensive Beziehung. Die kranke Engländerin öffnete Bronnie ihr Herz und sprach ganz offen über ihre Ängste und die Versäumnisse ihres Leben. Das erste Mal hörte Bronnie was sterbende Menschen am meisten bedauern. Die Australierin war tief beeindruckt und erschüttert zugleich. Sollte es auch ihr so gehen? Sollte auch sie so vieles bereuen?

Als die alte Frau starb, wusste Bronnie was zu tun war. Sie kehrte nach Australien zurück und wurde Sterbebegleiterin in einem Krankenhaus. Sie begleitete hunderte Sterbende durch die letzten Wochen und führte unzählige mitreisende und intensive Gespräche, die sie alle niederschrieb. Was mit einem kleinen aber feinen Blog namens „Inspiration and Chai“ (www.inspirationandchai.com) begann, wurde in diesem Jahr ein ganzes – 280 Seiten starkes – Buch.

Ein Buch, in dem sie die 5. meist bedauerten Dinge des Lebens aufzählt und anhand von rührenden Geschichte beschreibt. Diese Liste will ich natürlich auch dir nicht vorenthalten.

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Was sterbende am meisten bedauern

1. „Ich wünschte ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben“

Das eigene Leben zu leben. Der häufigste Wunsch von Sterbenden, den Bronnie Ware in ihrem Buch beschreibt. Was heißt das eigentlich, das eigene Leben leben? Und warum braucht man dazu so viel Mut? Meist werden wir von klein auf mit klaren Regeln konfrontiert. Diese Regeln gehen soweit, dass wir uns durch sie einreden lassen wie unser Leben zu verlaufen hat. Später wollen wir keine Regeln und schon lange keine Erwartungen brechen und leben deswegen ein Leben das nicht unseres ist. Wir rutschen irgendwo hinein und haben dann keinen Mut auszubrechen, neu anzufangen, das eigene Leben zu leben. Bis es irgendwann zu spät ist. Bis wir denken, dass es zu spät ist. Denn wer meinen Blog kennt weiß, fürs Anzufangen ist es nie zu spät. Dieses Phänomen der Mutlosigkeit sah auch die Australierin in vielen ihrer Patienten wieder. Wer dem Tod nahe ist und auf sein Leben zurückblickt, der trifft auch auf seine Träume. Als Kind, als Jugendlicher, als Erwachsener. Sie waren immer da diese Träume – doch wurden sie niemals erfüllt. An keinem Tag.

Tatsächlich ist es so, dass die meisten Menschen nicht einmal die Hälfte ihrer Träume erfüllen können. Und irgendwann ist es dann wirklich zu spät und der Tod ist nah.

Lebst du dein eigens Leben? Oder lässt du dich von den Erwartungen anderer leiten?

Stand jetzt: Was würdest du bereuen?

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2. „Ich hätte nicht so hart arbeiten dürfen.“

Meist fangen wir Anfang zwanzig mit dem Arbeiten an. Wir müssen, wir haben keine andere Wahl. Geld ist das wichtigste Gut unseres Lebens – so denken wir. Mit 70 Jahren hören wir wieder auf. Wir haben Millionen verdient und wieder ausgegeben, doch was bleibt? Wie hoch war der Preis? Was haben wir während den acht bis zehn Stunden harter Arbeit woanders verpasst? Vor allem Männer stellt sich dann am Sterbebett die Frage: Warum habe ich nur so viel gearbeitet? Während das Kind die ersten Schritte machte, haben sie gearbeitet. Während das Kind das erste Wort sprach, haben sie gearbeitet. Während die Frau überfordert mit dem Kind war, haben sie gearbeitet. Die Geschichte des Lebens von Millionen von Männern. Sie waren nicht da. Diese Gewissheit schlägt vor allem Sterbenden mit voller Wucht ins Gesicht.

Arbeitest du zu hart? Nimmst du dir zu wenig Auszeiten? Bist du für deine Familie da?

Stand jetzt: Was würdest du bereuen?

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3. „Ich hätte den Mut haben sollen, meine Gefühle auszudrücken.“

„Du bist das Beste was mir je passiert ist“, was Sängerin Stefanie Kloß in dem Silbermond-Hit „das Beste“ so leicht über die Lippen geht, bringen die meisten Menschen niemals übers Herz. Gefühle und Emotionen auszudrücken ist eine der schwersten Hürden unseres Lebens. Dabei wäre es so einfach. Wurde die Möglichkeit jedoch erst einmal verpasst, reden wir uns selbst ein dass es jetzt zu spät sei. Selbst Beziehungen kommen oft ganz ohne Liebesbekundungen aus – stellt sie nur die Frage wie gut.

Ware sagt dazu: „Viele Patienten unterdrückten ihre Gefühle, um es sich mit ihren Mitmenschen nicht zu verscherzen. Deshalb entschieden sie sich dazu, ein mittelmäßiges Leben zu führen – und wurden nie zu dem, was sie hätten sein können. Viele wurden dadurch so verbittert, dass sie krank wurden.“

Hast du den Mut deine Gefühle auszudrücken? Das Leben ist kurz und die Menschen, die du liebst haben das Recht das auch zu erfahren!

Stand jetzt: Was würdest du bereuen?

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4. „Ich hätte mit meinen Freunden in Kontakt bleiben sollen.“

In unserem Leben lernen wir unglaublich viele Menschen kennen. Manche schließen wir in unser Herz andere jagen wir zum Teufel. Manche Freundschaften halten, manche gehen auseinander. Oft sieht man einen Menschen, der einem mal sehr nahe stand nie wieder. Erst auf dem Sterbebett erinnern wir uns dann an diese Menschen und bedauern, dass wir nie wieder mit ihnen geredet haben oder im Streit auseinander gegangen sind. Viele waren so beschäftigt mit ihrem eigenen Leben, dass sie alte Freunde im Laufe der Jahre aus den Augen verloren haben – und das tut ihnen dann unendlich leid.

Hast du Kontakt zu deinen Freunden und den Menschen, die dir wichtig sind? Bist du im Streit auseinander gegangen?

Stand jetzt: Was würdest du bereuen?

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5. „Ich hätte mir mehr Glück und Zufriedenheit gönnen sollen.“

Glück und Zufriedenheit wollen wir zwar unser ganzes Leben haben, wirklich erreichen können wir es aber selten. Wir denken Glück ist eben nur ein Glücksfall, den wir nicht beeinflussen können. Falsch! Glück und Zufriedenheit ist eine Entscheidung. Ware sagt über eine ihrer Patientinnen: „Die vermeintlich gewohnte und bequeme Umgebung hatte sich auf ihren Körper und ihre Seele ausgewirkt. Dabei hatte sie schlicht und einfach Angst vor Veränderung. Deshalb gaukelte sie sich und anderen vor, glücklich und zufrieden zu sein – obwohl sie in Wahrheit gerne mal wieder gelacht hätte und gerne albern gewesen wäre.“

Gönnst du dir Glück und Zufriedenheit? Spielst du nur eine Rolle, die du irgendwann bereuen wirst?

Stand jetzt: Was würdest du bereuen?

Bronnie Ware erzählt in ihrem Buch „5 regrets of dying“ nicht nur herzzerreißende Geschichten über das Sterben, sondern gibt uns Menschen, die wir noch nicht unsere letzten Schritte zu gehen haben, eine wunderbare Hilfestellung und einen kleinen aber feinen „Arschtritt“.

Von mir gibt es eine absolute Kaufempfehlung und die Bitte das eigne Leben doch mal aus den Augen eines Sterbenden zu sehen – mit der anschließenden Freude, dass man noch alles in der Hand hat. Also worauf wartest du noch. Es gibt nichts zu bereuen.

» Hier findest du das Buch von Bronnie Ware! (englisch)

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Lesefaul? Hier kommt das Video zum Beitrag!

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