6. September 2015 vk.admin

Vom Diätenwahn ohne Umweg in die Essstörung! Heute mit unserem Essstörung Test:

 

 

Der Essstörung Test: Vom Diätenwahn ohne Umweg in die Essstörung!

Die Diät-Industrie vollbringt jeden Tag ein Kunststück, dass andere Unternehmen vor Neid erblassen lässt: Sie verdienen Milliarden dadurch, ihren Kunden ein nicht funktionierendes Produkt zu verkaufen. Machen wir uns nichts vor: Diäten funktionieren nicht. Oder wie viele Menschen kennst du, die nach einer Diät die abgehungerten Pfunde nach einer Weile nicht wieder draufgepackt hätten? Doch wenn es mit der Diät nicht geklappt hat, geben die Menschen sich selbst die schuld („Ich war zu willensschwach!“) und probieren die nächste aus. Um erneut vorhersehbar zu scheitern.

Das ist in etwa so, als würde es einem Automobil-Fabrikant nicht nur ein- sondern mehrmals gelingen, einem Kunden ein Fahrzeug ohne Motor zu verkaufen. Weil der denkt, es wäre seine eigene Schuld, dass er nicht damit fahren kann. Wobei dieser Vergleich eher harmlos ist: Das motorlose Auto bleibt ja stehen und gefährdet seinen Besitzer nicht. Menschen, die mehrfach das Abnehmen mit einer Diät nicht geschafft haben, können hingegen an einer Essstörung erkranken. Oft, ohne es zu merken. Dann hilft unser Essstörung Test, um festzustellen ob man gefährdet ist.

Warum Diäten Unfug sind

Wenn ein Mensch Übergewicht – oder, besser gesagt, ein größeres Gewicht als das, was als normal angesehen wird – hat, kennen viele kluge Menschen sofort die Ursache. »Zuviel Essen, zu wenig Bewegung« heißt die scharfsinnige Analyse, obwohl das Unsinn ist. Wären dicke Menschen zu dick, weil sie prinzipiell zu viel essen, würden sie ja kontinuierlich zunehmen. Was meist nicht der Fall ist. Auch dicke Menschen »halten« ihr Gewicht, meist genauso gut wie die Normalgewichtigen.

Und es gibt jede Menge dicke Menschen, die sich häufig bewegen und deutlich fitter sind als dünne oder Normalgewichtige. Fakt ist: Die Wissenschaft weiß bis heute nicht, wie der menschliche Stoffwechsel funktioniert. Dafür, dass einige Menschen Schweinshaxen essen können, als gäbe es kein Morgen und wiederum andere nur das Foto einer Sahnetorte ansehen müssen, um sofort zuzunehmen, hat bis heute niemand eine Erklärung gefunden.

Für die millionenfach ausgesprochene Empfehlung, weniger Kalorien zu sich zu nehmen, um das eigene Gewicht zu reduzieren, gibt es keine wissenschaftliche Grundlage. Könnte hier der Grund dafür liegen, dass über 90 Prozent aller Diäten scheitern?

Ein verfehltes Konzept und seine gefährlichen Folgen

Doch, die 90 Prozent sind eine Tatsache, einige Statistiken gehen sogar von 95 Prozent aus. Nur fünf bis zehn Prozent aller Menschen, die je eine Diät gemacht haben, ist das Abnehmen gelungen, also ihr Körpergewicht dauerhaft zu reduzieren. Und die meisten, die es nicht geschafft haben, stellen nicht das grundsätzliche Konzept »Diät« in Frage, sondern suchen die Schuld bei sich selbst.

»Ich war nicht konsequent genug.« – »Ich war zu Willensschwach.« – »Ich hatte kein Durchhaltevermögen.« Und hier wird‘s ansatzlos brandgefährlich: Haargenau dieser Denkfehler, bei dem man das eigentliche Problem für die Lösung hält, ist eine der häufigsten Ursachen für Essstörungen.

Was ist überhaupt eine Essstörung?

Man teilt die Essstörungen in drei Gruppen ein: Magersucht, Ess-Brechsucht und Ess-Sucht. Bei allen dreien handelt es sich um ernste psychosomatische Erkrankungen, die man meist nur mit professioneller Hilfe überwinden kann. Ihnen alle gemeinsam ist: Menschen, die an diesen Krankheiten leiden, nehmen Essen (bzw. das Hungern) als Droge war. Anders als zum Beispiel bei der Rauschgiftsucht hilft es bei Essstörungen ja nicht, abstinent zu bleiben. Nahrungsaufnahme ist lebensnotwendig, die Kranken müssen den täglichen Umgang mit ihrer Droge erlernen.

Um dies zu meistern müssen erkrankte Menschen neben vielen anderen Dingen hauptsächlich lernen, sich so zu akzeptieren, wie man ist. Und nicht zu versuchen, so zu sein, wie andere es gern möchten.

Nicht das Gewicht ist das Problem

Denn meistens ist das Körpergewicht nicht das eigentliche Problem von Menschen, die bei Beratungsstellen Hilfe suchen. Eine der häufigsten Ursachen für Essstörungen ist das mangelnde Selbstwertgefühl des betroffenen Menschen. Von diesem Problem lenkt die Diät ab, in dem sie das Körpergewichts in den Fokus rückt. Dabei ist die Diät ja nicht die Lösung des Problems. Im Gegenteil, sie hat es ja verursacht.

essstörung test

Diäten setzen unerreichbare Ziele

Der Erfolg der verschiedenen Diät-Konzepte beruht darauf, dass die Menschen nach einem für sie unerreichbaren Schlankheitsideal streben. Manche tun das mit einer solchen Besessenheit, das man von Schlankheitswahn spricht. Blätterst du gern Mode- oder Lifestyle-Magazine durch? Tolle Figuren, die die Models in diesen Zeitschriften haben, nicht wahr? Weibliche Models wiegen aber im Schnitt 23 Prozent weniger als die sogenannte Durchschnittsfrau (Vor 25 Jahren waren es übrigens nur 8 Prozent weniger). Außerdem zeigen die meisten Bilder in diesen Magazinen nicht die Menschen, wie sie tatsächlich fotografiert wurden. Praktisch alle diese Fotos sind mit Bildbearbeitungsprogrammen massiv überarbeitet worden. Sie zeigen eine andere Welt, eine Welt, die es nicht gibt.

Die irreale Bikini-Figur

Aber jedes dieser Magazine verkauft diese künstlichen Bildern seinen Lesern als erreichbares Ideal und schüren einen Schlankheitswahn: Diese Figur musst du haben, damit du im Sommer am Strand im Bikini oder in der Badehose gut aussiehst. Und damit‘s auch klappt, haben wir hier die passende Diät für dich! Ganz einfach Abnehmen, bis zur Bikini-Figur… Es ist alles andere als einfach, es ist schlicht gesagt unmöglich.

Wie jede Diät zuvor wird auch diese wieder nicht funktionieren. Die Menschen, die sich ihr unterwerfen und scheitern, werden wieder sich selbst die Schuld geben. Und die nächste Diät – mit dem gleichen, vorhersehbaren Ergebnis – ausprobieren. Und so entsteht Schritt für Schritt, Diät für Diät eine Abwärtsspirale Richtung Essstörung, aus der viele Menschen keine Ausweg mehr finden.

Essstörung Test

Und wie sieht es mit dir aus? Hast du vielleicht auch schon die ein oder andere Diät ausprobiert und warst hinterher frustriert? Hast dir selbst die Schuld daran geben, dass du nicht so bist, wie andere Leute dich gern hätten? Bekommst du bei jedem Stück Pizza, dass du isst, Angst, dass du zunehmen könntest?
Dann mach diesen Essstörung Test, mit dem du selber feststellen kannst, ob bei dir Anzeichen einer beginnenden Essstörung vorhanden sind. Beantworte einfach die folgenden zehn Fragen mit ja oder nein. Essstörung Test starten:

Essstörung Test Frage 1

Kreisen deine Gedanken mehrmals täglich um die Themen Essen, Gewicht und Figur?

Essstörung Test Frage 2

Fühlst du dich manchmal schlecht, wenn du auf die Waage steigst?

Essstörung Test Frage 3

Hast du öfters Angst, du könntest von dem, was du isst, zunehmen?

Essstörung Test Frage 4

Hattest du schon einmal nach dem Essen Schuldgefühle?

Essstörung Test Frage 5

Denkst du manchmal, dass du über- oder untergewichtig bist, obwohl deine Freunde meinen, dein Gewicht wäre normal?

Essstörung Test Frage 6

Isst du lieber allein als mit anderen Menschen zusammen?

Essstörung Test Frage 7

Hast du schon mehr als dreimal versucht, dein Gewicht mit einer Diät zu reduzieren?

Essstörung Test Frage 8

Hast du jemals Abführmittel oder Appetitzügler eingenommen oder dich erbrochen, um dein Gewicht zu verringern?

Essstörung Test Frage 9

Denkst du darüber nach, wie viele Kalorien du gerade verbrauchst, wenn du Sport treibst?

Essstörung Test Frage 10

Verzichtest du öfters auf eine Mahlzeit, weil du Angst hast, du könntest zunehmen?

Essstörung Test Frage 11

Isst du öfters weiter, obwohl du schon satt bist?

Essstörung Test Frage 12

Belohnst du dich manchmal mit Essen, wenn du Stress hast?

Essstörung Test Frage 13

Hast du dich schon öfters nach einer Mahlzeit erbrochen?

Essstörung Test Frage 14

Hast du in letzter Zeit mehr als 6 kg abgenommen?

Essstörung Test Frage 15

Hast du gelegentlich oder öfters Heißhunger-Attacken, die dazu führen, dass du unkontrolliert zu viel isst?

Essstörung Test Auswertung:

Hast du ein oder zwei Fragen im „Essstörung Test“ mit „ja“ beantwortet? Dann ist alles im grünen Bereich.

Hast du drei bis sechs Mal im „Essstörung Test“ mit „ja“ geantwortet? Dann hast du bereits eine leicht unentspannte Einstellung, was das Essen anbelangt. Das muss noch kein Grund zur Sorge sein, aber versuch ruhig, etwas lockerer zu werden. Sprich mal mit Freunden und der Familie drüber.

Hast du mehr als sechs Fragen in diesem Essstörung Test mit »Ja« beantwortet? Dann könnte eine Essstörung für dich gefährlich werden. Möglicherweise bist du nicht mehr im Einklang mit dir selbst. Vielleicht durchlebst du gerade eine Lebenskrise? Oder du bist schon auf dem Weg zu einer Essstörung. Es ist vollkommen okay, sich selbst gelegentlich in Frage zu stellen, doch wenn die Selbstzweifel zum Dauerzustand werden und die Beschäftigung mit dem Essen und der eigenen Figur zur Besessenheit (»Schlankheitswahn«) wird, brauchst du Hilfe.

Um die Dinge wieder in der richtigen Perspektive zu sehen, musst du Körper, Geist und Seele wieder in Einklang bringen. Das funktioniert nicht nur über eine Veränderung des Essverhaltens. Meist muss man intensiv über sich und sein Leben nachdenken, und sich vollkommen neue Ziele und Prioritäten setzen. Essen sollte und wird immer Teil des Lebens bleiben, aber das Leben nicht mehr bestimmen. Die Chancen, das das gelingt, stehen gut, die meisten Essstörungen sind gut therapierbar.

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Kommentare (8)

  1. Maria Schalk

    Hallo lieber Volker, finde Deinen Beitrag super und Danke. Abnehmen israelischen für mich und meine Tochter eh Grad unser Thema. Bis jetzt haben wir keine Weg gefunden zum Abnehnen. Bin schon fleißig dabei mit der Quantenheilung daran zu arbeiten. Ich wollte natürlich 5 Punkte geben, hab mit den Tabelle gemacht, und bin leider auf 3,5 Punkte drauf gekommen. Vieleicht kannst du mir das nochmals zu senden, dann mach ich die 5 Punkte. I
    Ps. Ich habe schon bei vielen Quantenheilung mit Erfolg gemacht. Danke nochmal.
    lg. Maria

    • Volker Knehr

      Liebe Maria,
      wir können Bewertungen nicht im Nachhinein ändern oder zurücknehmen. Das wäre auch nicht okay. Wie sollten sonst Leser Bewertungen ernst nehmen können. Solche Fehler kommen vor und müssen einkalkiliert werden! 🙂
      Kein Problem also, Hauptsache der Beitrag hat dir gefallen!

  2. Tina

    Hallo,

    ich danke für diesen Bericht. Diäten sind nur für die Industrie erfolgreich…nur leider haben wir in unseren Generation vergessen richtig zu essen und uns Zeit dafür zu nehmen. Statt tolle Gewürze, die uns die Natur zur Verfügung stellt, wird ein Beutel Fix verwendet. Das ist wahrer Müll, wir vergiften uns selbst. Und wer zum Nachtisch mal leckeres Obst nimmt, wird merken wie lecker und toll satt es macht. Statt immer nur Pute, inkl. Antibotikacoctail, mal alternativen suchen. Ich hoffe, die Leute fangen endlich an umzudenken und bewusster auf ihr Nahrung zu achten. Wir bräuchten, meiner Meinung nach, noch mehr Aufklärung…Danke, für eueren Anfang…:o)

    LG

  3. Monika

    Hallo Volker, ich finde die Erklärungen super. Ich selbst habe mich bei 3-6 mal Ja erkannt.
    Bin erleichtert. Habe auch schon mit QC an den Emotionen gearbeitet. Bin jetzt entspannter.
    Habe übrigens mit QCschon einiges an mir geändert, mein Start war im April bin total begeistert.

    Lg Monika

  4. Max

    Hallo,
    ich hab Fragen zu Deinem klaren Aufruf in dem Video-Clip („Leute, lasst die Finger von dem Scheiß und fängt an euch natürlich zu ernähren“).

    Was verstehst Du unter natürlicher Ernährung? Und geht es beim Essen nicht um viel mehr als nur die Pfunde? Ist die richtige (?) Ernährnung nicht ein Grundpfeiler unserer Gesundheit?

    • Volker Knehr

      ich habe da ein ganz eigenes Modell: löse deine (unbewussten) Blockaden auf und esse dann einfach immer genau das, wonach dir ist. Wenn du dir nicht mehr durch Essen gute Gefühle machen musst bzw. wenn negative Gefühle nicht mehr auf diesem Weg kompensiert werden, ernähren wir uns auch gesund und ausgewogen.

      • Max

        Nachdem ich bei mehreren Blogs die Kommentare überflogen habe, bin ich mir jetzt nicht sicher, ob hier eine Diskussion in brainstormingmanier erwünscht ist. Werde aber trotzdem mal meine unmaßgebliche Meinung zum Besten geben.

        Gesund, ausgewogen und natürlich sind halt so wage Begriffe, unter denen jeder was anderes versteht. Deswegen wäre es jetzt interessant zu wissen, was Du z.B. konkret die letzten Tage so alles gegessen hast. Nur so könnte man dann halbwegs nachvollziehen, was Du darunter verstehst. Der Teufel steckt ja bekanntlich im Detail.

        Zudem hab ich den Verdacht, dass die Ernährungweise mehr von der Macht der Gewohnheit bestimmt wird, egal wie ausgeprägt eventuell vorhandene Blockaden auch sein mögen.
        Ich gebe dir aber insofern recht, dass die Kompensation von emotionalen Defiziten durch übermäßige Essenszufuhr nicht gerade gesundheitsförderlich ist.

  5. Martina Hüfner

    Lieber Volker, ich finde es erfrischend wie Du darüber berichtest. Endlich mal deutliche und wahre Worte. Für mich als Heilpraktikerin Psychotherapie ist der Mensch nicht nur Körper. Alles muss mit einbezogen werden. Nachdem ich nun seit vielen Monaten mit einem neuen Konzept arbeite – in dem auch QC genutzt wird – habe ich vielen Patienten helfen können. Aufklärung über biologische Zusammenhänge im Körper (damit die Logik beschäftigt ist 😉 ) in Verbindung mit einem „psychologischen Schubs“ und QC hat für viele einen anhaltenden Erfolg gebracht.
    Ich kann nur sagen DANKE und weiter so …
    LG Tina

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