30. Januar 2014 vk.admin

Gewohnheiten ablegen muss nicht schwer sein!

Gewohnheiten
Gewohnheiten sind antrainierte Verhaltensmuster, und die lassen sich ändern! – Volker Knehr

Spätestens im Januar eines jeden Jahres, wenn die guten Vorsätze mal wieder im Alltag versandet sind, stellen wir fest, dass lästige Gewohnheiten loslassen gar nicht so einfach ist. Was dir in der Silvesternacht noch unproblematisch und großartig vorkam, ist nach zwei Wochen – manchmal gar nach zwei Tagen – schier unmöglich geworden.

Warum ist es nur so schwer, Gewohnheiten zu verbessern?

Wir leben in einem Geflecht aus Gewohnheiten. Ohne sie würde unser Leben überaus anstrengend sein und vermutlich hätten wir es gar nicht erst aus dem Neandertal heraus geschafft. Wir können Dinge tun, ohne lange darüber nachzudenken. Das fängt morgens damit an, dass du weißt, mit welchem Bein du zuerst in die Hose steigen musst, geht über den routinierten Ablauf beim Zähneputzen bis zu der Bedienung der Kaffeemaschine im Halbschlaf. Unser Tag ist durchsetzt von Handlungen, die wir ausführen, ohne Rechenleistung unseres Gehirns dafür zu belegen: unsere Gewohnheiten.

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Gewohnheiten sind wichtig

Als Kind prägen wir diese Gewohnheiten aus, zum Teil durch Versuch und Irrtum oder durch die Anleitung eines liebenden Menschen. Denkst du heute noch darüber nach, wie deine Schnürsenkel zu binden sind? Diese Automatismen sind gesund und wichtig, machen sie uns doch das Leben einfacher. Wie sehr, merken wir immer dann, wenn beispielsweise eine Verletzung uns daran hindert, Dinge wie gewohnt zu tun. Diese sinnvollen Gewohnheiten ablegen ist überhaupt nicht notwendig. Anzulegen sind nur die Gewohnheiten, die uns unser Leben, unsere Erfolge und unser Glück sabotieren!

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Gewohnheiten sind wie neuronale Pfade in unserem Kopf

Wenn du etwas das erste Mal tust ist es, als würdest du über einen schneebedeckten Platz gehen. Du musst deine Schritte bedacht setzen und dich vielleicht sogar ein wenig durchkämpfen. Gehst du den gleichen Weg wieder, wird es schon leichter, denn du kannst deine Füße in deine eigenen Spuren setzen. Jedes weitere Mal, das du diesen Pfad wählst, wird er ebener, besser begehbar, breiter und bequemer. Bis es schließlich eine Rutschbahn ist, die du gedankenlos entlang schliddern kannst: eine Top-Gewohnheit.

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Lästige Gewohnheiten loslassen

Doch wie kannst Du nun die Gewohnheiten verbessern, die nicht mehr in dein aktuelles Leben passen, die womöglich sogar schädlich für dich sind? Als Student kannst du es dir vielleicht noch erlauben, zu spät zu kommen, weil das Bett so unglaublich magnetisch war und der Wecker eine Snooze-Funktion hat. Als Arbeitnehmer wird ständiges Zuspätkommen irgendwann zu Problemen führen. Die Klassiker der lästigen Angewohnheiten sind immer noch Rauchen, ungesunde Ernährung, mangelnde Bewegung. Ja selbst die ständige Kontrolle von Facebook, Twitter und Co kann sich zu einer Blockade im Leben entwickeln und der ein oder andere wünscht sich, diese lästige Gewohnheit loslassen zu können.

Doch wie fangen wir nun konkret an, etwas zu ändern? Wenn doch jedes Jahr so viele gute Vorsätze scheitern? Den Anfang macht – wie so häufig im Leben – die Erkenntnis. Mache Dir klar, was du tust, warum du es tust und entscheide dich bewusst dafür, diese Gewohnheiten abzulegen. Klingt einfach? Ist es auch. Es ist zwar noch nicht der ganze Weg aber der alles entscheidende erste Schritt. Jetzt brauchst du etwas, mit dem du quasi das alte Programm überschreiben kannst. Was wirst du stattdessen tun? Je höher deine Motivation, je besser deine Alternative ist und vor allem, je genauer du sie dir ausmalen kannst, um so höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es genau so passieren wird. Unser Gehirn unterscheidet nicht zwischen dem, was wir wirklich erleben und dem, was wir uns vorstellen. Indem du dir die neue Verhaltensweise in Bildern, Farben, Formen, Gerüchen, Gefühlen immer wieder detailliert ausmalst, bahnst du Dir einen Weg durch frisch gefallenen Schnee und legst den Grundstein für eine neue – positivere – Gewohnheit.

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Gewohnheiten dauerhaft blegen

Ist der erste Schritt getan, merkst du schnell, dass jedem Anfang ein besonderer Zauber innewohnt. Etwas Neues zu erleben oder Altes auf eine neue Weise, beflügelt und schüttet Glückshormone aus. Doch wie bei einer Verliebtheit haben die Schmetterlinge im Bauch die Tendenz, sich irgendwann niederzulassen und nicht mehr wild zu flattern. An diesem Punkt ist noch mal deine Vorstellungskraft gefragt. Was hast du bist hierhin auf Deinem Weg des „Gewohnheiten verbessern“ schon geleistet?

Du hast deine unerwünschten Gewohnheiten erkannt.
Du hast dich bewusst für eine Änderung entschieden.
Du hast Dir zu jeder deiner Gewohnhieten eine Alternativen überlegt und sie dir in den schönsten Farben ausgemalt
Du bist diesen neuen Weg gegangen.
Du fühlst dich damit gut und glücklich.

Darauf kannst du stolz sein. Du hast Mut, Intelligenz und Kreativität gezeigt. Halte dir das immer wieder ganz deutlich vor Augen, belohne dich mit diesem guten Gefühl. Je deutlicher du es spürst und je häufiger du es Dir ins Gedächtnis rufst, umso stärker hält die Motivation an, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Ein klein wenig Durchhaltevermögen ist schon notwendig, doch das lässt sich trainieren. Du hast die großartige Chance, an dir zu arbeiten und du wirst sehen, wie einfach und befriedigend es ist, lästige Gewohnheiten loszulassen.

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Kommentar (1)

  1. Sabrina

    Sie haben so recht mit Ihrem Artikel. Ich selbst hatte früher sehr viel Alkohol getrunken und eines Tages fasste ich den Entschluß: Ich will immer einen klaren Kopf haben. Allein die Vorstellung war so herrlich, dass ich sämtliche Motivation hatte meine alte Gewohnheit „Alkohol“ ad acta zu legen.

    Besonders half mir dabei die Erkenntnis, daß ich den Alkohol nur getrunken habe um locker zu sein. Als ich das erkannte, war die Veränderung spielend leicht.

    Grüße Sabrina

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