17. Juli 2012 vk.admin

Die hohe Kunst der Kommunikation – Mit diesen 5 Powertipps wird jeder zum Talk-Master!


Kommunikation„Das größte Problem in der Kommunikation ist die Illusion, sie hätte stattgefunden.“

Was Georg Bernhard Shaw hier auf provozierende Art und Weiße formuliert, ist wahrhaftig der schlimmste Irrtum und gleichzeitig Kardinalfehler Nummer eins bei gemeinen Kommunikationen. Die meisten Menschen sind nicht die besten Kommunikatoren, und haben auch keine gesteigerte Lust sich nervigen Situationen und negativen Gesprächen zu stellen. Wir bekommen es einfach nicht gebacken vernünftig zu kommunizieren – entweder weil der Partner oder weil man selbst nicht will oder kann.

So werden Gespräche oft zu kleinen, weichgespülten Alibi-Talks, und der wahre Kern, unser wirkliches Vorhaben, unsere Intention, unser Wunsch, unser Anliegen kristallisiert sich niemals wirklich heraus.

Wir tun uns einfach schwer mit der Kommunikation wenn sie nicht an unseren Schatz, unsere Freunde oder unsere Kinder gerichtet ist. Vor allem im Zeitalter von Facebook, wo eine Nachricht nur ein paar Klicks und Tastenanschläge entfernt ist und die Stimme dabei nur durch Smileys und Ausrufezeichen erhoben wird.

Es ist an der Zeit noch mal bei Null anzufangen und die Kommunikation von der Picke auf zu lernen, um sich, seinen Willen, seine Wünsche und seinen Ärger endlich aussagekräftig durchzusetzen.

Führst auch du am Fließband unbefriedigende Gespräche?

Kennst du diese Kommunikations-Situationen?

  • Dein Gesprächspartner hört nur eine Person am liebsten reden – und das ist er selbst?
  • Du wirst ständig unterbrochen und hast nie die Chance auf ein wahres Wort?
  • Du und dein Gesprächspartner reden mit größter Begeisterung aneinander vorbei und keiner macht Anstalten das zu ändern?
  • Am Ende wurde gar nichts erreicht – außer einem gekränkten Ego und dummen Anschuldigungen?

Die Liste von gescheiterten Kommunikationen ist lang – zu lang wie wir finden und deswegen haben wir heute die 5 besten Tipps in Sachen Kommunikation für eine gelungene, stressfreie und vor allem zielgerichtet Kommunikation zusammen gestellt.

Viel Spaß!


Kommunikation-Tipp 1: Vorbereitung ist (fast) die ganze Miete!

Man kommt an Gesprächen nicht vorbei. Wir Menschen sind eben kommunikative Biester. Das da neben vielen netten Kommunikationen auch mal anstrengende und stressige dabei sein können ist ganz normal. Wir ecken an, wir müssen uns rechtfertigen, wir geigen unsere Meinung. Wenn so ein Gespräche vor der Tür steht gibt es nur eine Möglichkeit: Das Vorbereiten!

Es bringt nichts zu verdrängen und das Gespräch gar nicht oder mehr schlechte als recht zu führen!

Der erste Schritt in der Kommunikations-Vorbereitung heißt: Finde dein Ziel und weiche nicht davon ab!

Dabei helfen diese Fragen, die du dir übrigens vor jedem deiner Gespräche stellen kannst:

  1. Was möchte ich durch dieses Gespräch erreichen?
  2. Was möchte ich herausfinden, lernen, in Erfahrung bringen?
  3. Was möchte ich bewirken – für mich und für mein Gegenüber?

So hart es auch klingen mag, aber nur wer sich diesem Fragen-Trio stellt, hat auch die Chance auf eine erfolgreiche, zielgerichtete Kommunikation, wie sie im Buche steht!

Je nach Kommunikationsinhalt und Art kann es vor allem in Fach-, Job,- oder Bewerbungsgesprächen sehr sinnvoll sein sich inhaltlich vorzubereiten!

Informiere dich im Vorfeld über ein Thema, das das Gespräch zum Inhalt haben könnte, sichere deinen Erfolg durch Fakten, durch Zahlen, durch Daten! Natürlich kommt es darüber hinaus nicht nur auf den Inhalt an. Ganz im Gegenteil, vor allem die strategischen Vorbereitungen sind die gewinnsichernden. Denke dir eine nützliche Gesprächsstrategie aus. Überlege dir auf der Basis deines Kommunikationszieles genau welche Wendungen und welche Inhalte das Gespräch haben wird und wie du dann gekonnt und schlitzohrig reagieren kannst. Diese Planung macht die flexibel und sicher!

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Klärung des Verhandlungsrahmens – und zwar des eigenen. Es kommt sicher vor, dass man irgendwann mal ein Verkaufsgespräch oder eine Gehaltsverhandlung führen muss. Was die meisten abschreckt und in eine Schockstarre verfallen lässt, juckt einen vorbereiteten Kommunikator nicht die Bohne. Was der nur anders macht? Er stellt sich folgende Fragen – und beantwortet sie…

  • Was ist das bestmögliche Resultat, das ich erreichen will?
  • Was ist überhaupt ein gutes Resultat?
  • Gibt es Kompromisse , mit denen ich mich arrangieren könnte?
  • Wann geht ein Kompromiss zu weit und was wäre ein schlechtes Resultat?
  • Gibt es einen Worst-Case-Szenario? Ein Weltuntergang-Szenario?

Es liegt auf der Hand, die Antworten bestimmten deinen Rahmen und so hast du während dem Gespräch ständig einen Vergleichswert im Kopf und kannst nicht mit einem schlechten Angebot überrumpelt werden.


Kommunikation Tipp  2: Das Ziel vor Augen!

Ich habe es vorher schon erwähnt: Nur wer ein Ziel hat und während des Gesprächs daran festhält wahrt seine Chancen auf Erfolg. Wenn sich ein Gespräch in eine falsche und unerwünschte Bahn entwickelt kannst du – wenn gut vorbereitet – sofort eingreifen und deine Ziele klar formulieren. Der beste Tipp dabei ist sich während der gesamten Kommunikation immer wieder zu hinterfragen, ob man auch wirklich in die richtige Richtung rennt und nicht schon in einer Sackgasse steht. Und das beste am Zielsetze ist die Tatsache, dass du dich dann aufs Wesentliche konzentrieren kannst.

Hinterlistige Tricks deines Gegenübers dich vom Weg abzubringen kannst du dann sofort kontern und dich auf den Weg des Erfolgs zurück manövrieren. Außerdem musst du nicht auf Nebenplätzen spielen sondern schaffst es immer wieder leicht  zurück auf den Center Court!!!


Kommunikation Tipp 3: Was du nicht willst, was man dir tut, …

Einen guten Kommunikator macht vor allem eine Eigenschaft aus: Die Fairness! Dieser Tipp heißt deswegen auch: Versuche immer partnerschaftlich und fair zu bleiben. Angriff ist eben nicht die beste Verteidigung!

Stelle dir dazu immer die Frage wie du deinen Gesprächspartner siehst: Ist er ein Feind, ein Gegner, ein nerviges Hindernis, ist er ein Opfer, ein wertloser Mensch? Wenn du diese Frage mit „Ja“ beantwortest musst du erst gar nicht den Mund aufmachen – es würde sowieso nur Müll herauskommen!

Stelle dir auch die Frage wie du dich selbst siehst: Bist du überlegen, bist du unterlegen? Es lohnt sich immer eine Bestandsaufnahme vor einer schwierigen Kommunikation zu machen und bei Bedarf nachzujustieren. Nur wer ohne Vorurteile und unbeschwert in ein Gespräch geht wird Erfolg haben – denn keine Angst dein Gegenüber erkennt deine Einstellung, deine Vorurteile sowieso und wird sich dir bewusst oder unterbewusst in diesem Gewand zeigen. Wir senden Signale aus, die von unserem Gegenüber sofort erkannt werden und der Abwehrmechanismus wird dann ähnlich ausfallen.

Wenn wir aussenden „der Typ ist ein Arsch“ wird der Arsch sich ganz bestimmt auch wie einer geben. Auch hier greift das Gesetz von Ursache und Wirkung.

Es gibt nur eine Möglichkeit: Den Kommunikationspartner als gleichberechtigt zu sehen und sich selbst weder über- noch unterlegen zu fühlen! Ich weiß manchmal kommt uns bei dem Gedanken den schmierigen Praktikanten als gleichberechtigt zu sehen die Galle hoch aber die Gedanken  über die Gleichstellung ist der erste und wichtigste Schritt. Gewöhne dich an die Vorstellung, denn sie ermöglichst es dir eine erfolgreiche Kommunikation zu führen – die plötzlich eine ganz neue Qualität gewinnt!


Kommunikation Tipp 4: Wer versteht wird verstanden!

Es ist wohl der weitreichendste und erfolgversprechendste Tipp für angehende kommunikative Masterminds:
Versuche erste immer deinen Gesprächspartner zu verstehen und seine Sicht der Dinge zu verstehen, bevor du selbst verstanden werden willst! Erst wenn du die Sichtweise deines Gegenübers verstehen, nachvollziehen, akzeptieren und die Lücken erkennen kannst, darfst du damit anfangen deine eigene Argumentation auszuarbeiten! Natürlich musst du seine Meinung nicht adaptieren, du musst sie sogar nicht einmal gutheißen, du sollst nur den psychologischen Vorteil haben, beide Seiten zu kennen und dann gnadenlos die Schwächen des anderen aufzudecken! Es macht übrigens keinen Sinn während des Gesprächs zu denken: „Ach das weiß ich doch schon alles, erzähl mir was neues.“ Bleibe aufmerksam und setze dann in den richtigen Momenten mit deiner Argumentation ein! Gehe auf deinen Kommunikationspartner ein und versuche ihn zu verstehen!

Kennst du die Technik des Aktiven Zuhörens? Die kann hier durchaus behilflich sein.

Versuche herauszufinden, was der andere wirklich meint und was hinter seinen Worten und Phrase steckt, was ihn bewegt und was seine Ziele sind. Höre aktiv zu, analysiere dein Gegenüber genau und setze dann die gefährlichen Pfeilspitzen!

Ein weitere positiver Nebeneffekt ist die Tatasche, dass  Menschen eben gerne verstanden werden und wenn du deinem Gegenüber dieses Verhalten vorlebst wird er es dir nach tun!


Kommunikation Tipp 5: Stoppe die Vielschwätzer!

Ich weiß, wenn wir nur noch am Zuhören und Verständnis zeigen sind, geraten wir in die Defensive. Das darf natürlich nicht passieren und ist auch nicht förderlich um unsere Ziele durchzubringen. Deswegen heißt die Devise: Stoppe die dummen Vielschätzer und vielen Dummschwätzer!

Du kennst sie bestimmt die Quatschköpfe, die am liebsten sich selbst gackern hören und so gar keine Lust haben den zauberhaften Klang ihrer kultivierten Stimme durch Zwischenrufe unterbrechen zu müssen. Diesen Vielschwätzern muss der Hahn abgedreht werden. Zwar nicht unfair aber doch bestimmt!

Der beste Tipp dazu liegt auf der Hand: Das Unterbrechen!

Ja, du kannst dein Gegenüber unterbrechen, wenn er sich mal wieder in kafkaesken Monologen verliert. Und vergiss das Ammenmärchen es ist unhöflich jemanden zu unterbrechen. Es ist genauso unhöflich dich nicht am Gespräch teilnehmen zu lassen und dich dadurch zu langweilen, oder? Natürlich sollst du beim Unterbrechen niemals pampig werden oder mit bösen Phrasen wie „Halt mal die Luft an“ um dich werfen. Nein, der Ton macht die Musik.

Und den richtigen Ton in der Kommunikation treffen wir mit Aussagen wie diesen:

  • Warten Sie bitte mal kurz! Ehe ich es vergesse… Dazu fällt mir Folgendes ein”
  • Ja. Das ist ja genauso, wie bei… Dabei müssen wir auch beachten…”.

Ganz wichtig:
Diese Aussagen müssen mit Schmackes kommen. Es bringt gar nichts Zwischentöne wie diese einfach nur durch geschlossene Zähne zu pfeifen. Dein Gegenüber soll ruhig erschrecken – das ist deine Chance!

Ein weiterer Trick einen Vielredner zu stoppen ist die offensichtliche Langeweile! Auch das ist nicht unhöflicher als das Verhalten des Gegenübers. Vielleicht merkt der seine Fauxpas gar nicht mehr und braucht mal wieder eine Kopfwäsche. Schaue aus dem Fenster, male Kreise auf ein Blatt Papier, setze ein gelangweiltes Gesicht auf und schaue ihm nicht in die Augen!  Wenn denn ein kritischer Blick kommt ist deine Zeit  gekommen.

  • „Ja das habe ich verstanden, ich denke aber, dass…. „

Vorsicht:
Das Langweilen hat in Gehaltsverhandlungen oder einem Vorstellungsgespräch nichts verloren, außer sie wollen das Gespräch sofort beenden – dann zieht diese Methode immer. =)

Ach ja und eines sei noch gesagt:
Wenn du weißt, dass dir nicht nur ein Vielredner, sondern ein chronischer Unterbrecher gegenübersteht, (die schlimmste Sorte der Gesprächspartner) dann lass dich nicht unterbrechen!!!

Wenn dein Gegenüber dir immer wieder ins Wort fällt und du zu keinem klaren Argument kommst, befolge diese Tricks, um das Zepter wieder an dich zu reißen:

Ein freundliches aber bestimmtes:

  • “Warten Sie bitte… Lassen Sie mich das kurz noch zu Ende bringen…”

oder

  • “Warten Sie bitte … Einen Satz noch…”

hat noch immer gewirkt!!!

Wenn dir das zu schwer fällt, dann übe den Vorgang doch mal mit einem Menschen deines Vertrauens und versuche all die Tipps, die ich dir heute genannt habe einfach in lockerer Runde aus. Das gibt dir Sicherheit und die nötige Routine. Denn wie immer im Leben ist beim Kommunizieren noch kein Meister vom Himmel gefallen – den macht erst die Übung!


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