4. Januar 2014 vk.admin

Schlafstörungen – Diese Tipps schaffen Besserung!

Schlafstörung
Schlafstörungen sind nicht nur unheimlich unangenehm, sondern entziehen uns auch wertvolle Energie. Jeder, der schon mal unter Schlafstörungen gelitten hat, wird dem wohl zustimmen. Schlaflose Nächte, der bange Blick auf den Wecker, die wirren Gedanken, die Angst vor dem nächsten Tag – all das macht Stress und lässt die nächsten 24 Stunden zur Tortur werden. Schlafprobleme oder auch Durchschlafprobleme (das ständige Aufwachen) können uns komplett aus dem Ruder bringen.

Statistiken zufolge hat jeder sechste Deutsche schon einmal an Schlafstörungen gelitten und auch ich habe mich mal eine ganze Zeit lang nächstens schlaflos von der einen auf die andere Seite gewälzt. Mittlerweile schlafe ich aber wieder wie ein Baby. Zum Glück, denn ich gebe ehrlich zu, diese Nächte bringen einen ruck zuck um den Verstand. Klar, Schlaf ist ja auch unsere Energiequelle Nummer 1. Nehme einem Auto den Sprit weg und du wirst sehen wie weit es dich bringt. Heute zeige ich dir deswegen die Tricks, dank denen ich meine Schlaf- und Durchschlafstörungen in den Griff bekommen habe.

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Schlafstörungen –  was ist das?

Der Arzt spricht dann von einer Schlafstörung, wenn diese vier und mehr Wochen andauert und zu einer deutlichen seelischen und körperlichen Beeinträchtigung führt.

Klar, wenn man gelegentlich schlecht schläft, dann ist zwar sehr nervig, aber  völlig normal. Um ehrlich zu sein ist das bei den meisten Menschen so ist.  So wie man auch nicht jeden Tag seelisch gleich „gut drauf ist“, gibt es auch völlig normale Schwankungen in unserem Schlaf, die nicht gleich Schlafstörungen sein müssen.

Es gibt im Wesentlichen drei Arten von Schlafstörungen:
1. Einschlafstörungen
2. Durchschlafstörungen
3. Ausschlafstörungen

Schlafstörungen können übrigens vielerlei Gründe haben. Ein stressiger Tag, falsche Erholung, ungesunde Ernährung, Ängste und Zweifel, Burnout, fehlendes Selbstwertgefühl – all das kann zu Schlafstörungen führen und je mehr von diesen miesen Voraussetzungen erfüllt sind, desto schlechter wird unser Schlaf. Klar ist auch, wer nachts wegen Schlafstörungen zu wenig schläft, kann diese Schuld den ganzen Tag nicht mehr wettmachen und kämpft sich auf Sparflamme durch den Tag. Schläft man aber die ganze Nacht tief und fest und länger als 7 Stunden, gewinnen die Zellen ihre Abwehrfunktion zurück und geben uns genügen Power für den anstehenden Tag.

Um diesen Zustand zu erreichen und seine Schlafstörungen zu besiegen bedarf es keiner großen Willenskraft und Anstrengung. Es geht darum sein Verhalten und seine Angewohnheiten umzustellen und wie das am besten klappt schauen wir uns heute einmal genauer an.

Bevor wir uns um die Bekämpfung der Schlafstörungen kümmern, schauen wir uns erst einmal an was erholsam schlafen bedeutet? Es bedeutet nichts anderes als müheloses Einschlafen und tiefes sechs- bis achtstündiges Durchschlafen.

Erholsamer Schlaf ist Voraussetzung für geistiges und körperliches Wohlbefinden.

Es gibt immer wieder Stimmen, die sagen, dass Schlafstörungen keine Auswirkungen auf deine Gesundheit haben und man pro Nacht auch nicht mehr als 4 Stunden schlafen muss. Ich stimme dem nur bedingt zu, denn wer wirklich mal Schlaf- oder Durchschlafprobleme hatte, der weiß wie sehr diese auf das Gemüt schlagen können. Natürlich können die Schlafstörungen auch einen sehr tiefsitzenden psychischen Grund haben. Dann sollte man sich natürlich im besten Fall professionelle Hilfe suchen, ganz klar. Wer seine Schlafstörungen in den Griff bekommen will, fährt aber mit diesen Tipps definitiv nicht schlecht.

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Schlafstörungen – Tipp 1: Den Schlaf routiniert einläuten

So viel steht fest. Feste Rituale vor dem Schlaf helfen eine  gewisse Grundruhe herzustellen, durch die das Einschlafen leichter fällt und Schlafstörungen besiegt werden können.

  • Auf einen leichten Magen schläft es sich besser. Deshalb abends nur leichte Mahlzeiten zu sich nehmen. Am Besten vor 19 Uhr.
  • Wenn du an Schlafstörungen leidest kann ein kleiner Spaziergang nach dem Essen helfen. Der hilft der Verdauung und gibt dir die Möglichkeit mit Problemen abzuschließen und beruhigt in die Federn zu fallen.
  • Nach 20:30 Uhr macht es keinen Sinn mehr sich mit aufregenden und beunruhigenden Aktivitäten herumzuschlagen. Deine volle Konzentration sollte den Bedürfnissen deines Körpers gelten – und der will sich erholen.

Kurz vor dem Schlaf

  • Dein Körper erholt sich am Besten in den Stunden vor Mitternacht. Deshalb ist es sinnvoll früh zu Bett zu gehen. Natürlich sind wir Menschen Gewohnheitstiere und wenn man seine Bett-Geh-Zeit gefunden hat, sei diese noch so spät, ist es schwer, sie radikal umzustellen. Deshalb ein kleiner Trick. Nimm dir vor das Bett zwischen 21.30 und 22.30 aufzusuchen. Wenn das partout nicht gelingen will, taste dich langsam und in 30 Minuten Schritten an die Wunschzeit heran. Aus 24:00 Uhr wird langsam 23:30 Uhr und aus 22 Uhr mit der Zeit der perfekte Moment. Dein Körper wird es dir danken.
  • Auch ein warmes und entspannendes Bad kann Wunder bewirken. Eine Stunde vor dem Zubettgehen in das warme Wasser steigen, ein paar Tropfen eines beruhigenden Aroma-Öls hinzu und schon stellt sich ein entspannendes Gefühl ein, dass den Körper anschließend ins Bett treibt.
  • Während das Wasser einläuft kann man sich massieren oder massieren lassen. Das entspannt und stärkt die Beziehung.
  • Schließe dann deine Augen, horche in dich hinein. Gibt es eine Stelle die besonders verspannt ist? Versuche diese bewusst zu entspannen.

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Schlafstörungen – Tipp 2: Das Bett ist zum Schlafen da

Was machst du alles im Bett? Fernsehen? Lesen? Essen, arbeiten, telefonieren? Das ist zwar alles sehr gemütlich im Bett, aber im Endeffekt völlig undienlich. Wenn du all diese Tätigkeiten im Bett machst, nimmst du gleichzeitig auch immer sämtliche beruflichen und privaten Probleme mit – und die sorgen für deine Schlafstörungen. Ist ja auch klar, wenn der Körper gelernt hat, das Bett mit anderen Tätigkeiten als dem Schlafen in Verbindung zu bringen, dann hat er möglicherweise verlernt, das Bett mit Schlaf in Verbindung zu bringen, und ist auf Action eingestellt, wann immer du das Bett betrittst. Schlafstörungen sind dann vorprogrammiert.

Wenn das so ist, musst du deinem Körper wieder umerziehen. Das Bett ist zum Schlafen da – und für nichts anderes. Punkt! Es gibt auch andere gemütliche Stellen im Haus, oder? Du musst deinem Körper immer sagen, das Bett hat nur einen Zweck: Müde sein und schlafen.

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Schlafstörungen – Tipp  3: Schlaflos nie länger als 30 Minuten

Wenn du unter Schlafstörungen leidest, und mal wieder nicht einschlafen kannst, dann beherzige diesen Tipp: Bleibe nie länger als 30 Minuten ohne Schlaf liegen. Ich weiß, das klingt jetzt  ziemlich schwer umsetzbar, vor allem im Winter wenn das Bett so schön warm ist, aber wenn du stundelang ohne Veränderung wach liegst, dann wird dein Bett ganz schnell zum Feind – und deswegen verlasse das Bett nach gewisser Zeit. (Natürlich sollst du nicht alle 5 Minuten auf die Uhr schauen, aber du solltest ein gewisses Gespür für die Zeit bekommen und erkennen wann die Zeit für einen kurzen Tapetenwechsel  gekommen ist.

Natürlich stellt sich dann die Frage, was du tun kannst, wo doch alle anderen im Haus schlafen. Ich empfehle etwas Entspannendes zu lesen, eine Routinearbeit zu erledigen, Bilder anzuschauen, Musik zu hören. Ganz egal,  die Hauptsache ist nichts, das deinen Geist und Körper aktiviert.

Mir hat es bei meinen Schlafstörungen immer geholfen vor dem Schlafengehen 5 Dinge  auszusuchen, die ich tun kann, wenn das mit dem Einschlafen mal wieder nicht klappt.

Vorsicht Ausnahme: Wer starke Beeinträchtigungen hat (z.B. chronische Schmerzen beim Liegen oder körperlich bedingte Schlafstörungen), und für den das Einschlafen nahezu unmöglich ist, der sollte natürlich liegen bleiben, im Bett ruhen und sich wohl fühlen.

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Schlafstörungen – Tipp 4: Stehe jeden Morgen zur gleichen Zeit auf

Egal ob du an Wochentagen, Wochenenden oder Feiertagen schläfst, du solltest immer zur selben Zeit aufstehen, wenn du deine Schlafstörungen in den Griff bekommen willst. Übrigens unabhängig davon, wann du abends schlafen gehst. Nur so kann der Körper, der nicht mehr ganz rund läuft wieder in die Spur kommen.

Ich weiß, Ausschlafen ist wundervoll, aber wenn du unter Schlafstörungen leidest, solltest du dir diesen Gefallen tun und jeden Tag  zur selben Zeit aufstehen, sonst gefährdest du deine Gesundheit und deinen Schlafrhythmus.

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Schlafstörungen – Tipp  5: Sei nie der Sklave deines Weckers

Er ist der  größte Feind eines Menschen mit Schlafstörungen: der Wecker. Jeder kennt das. Man kann nicht schlafen und schaut immer wieder verzweifelt auf die  bösen Zahlen. Plötzlich kommt zu den Schlafstörungen auch noch eine innere Unruhe, eine Angst vor den nächsten schlaflosen Stunden.

Gedanken wie „das reicht nie“ kommen auf, oder „morgen bin ich den ganzen Tag völlig fertig, dabei muss ich doch…“

Die Lösung ist ganz einfach: Stelle den Wecker in so großer Entfernung zu deinem Bett auf, dass du die Uhrzeit nicht erkennen kannst. Alles andere macht dich verrückt und führt zu weiteren Schlafstörungen.

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Schlafstörungen – Tipp  6: Entspannungsübungen vor dem Schlaf

Ich habe es schon anklingen lassen, aber wiederhole mich gerne: Entspannungsübungen sind ein echter Klassiker gegen Schlafstörungen.

Du kannst die Übungen als Möglichkeit sehen, deine Phasen der Schlaflosigkeit sinnvoll zu nutzen und dein Wohlbefinden zu steigern. Warum nicht einfach mal die ein- oder andere Entspannungsübung probieren, anstatt völlig fertig den Kampf gegen deine Schlafstörungen zu verlieren.

Probiere doch einfach mal die heutigen Tipps gegen Schlafstörungen aus und wer weiß, vielleicht ist das leidige Thema Schlaflosigkeit bald beendet. Natürlich sind diese Tipps auch für Menschen ohne Probleme bestens geeignet, denn  nur gesunder Schlaf ist auch guter Schlaf und in der Lage Schlafstörungen für immer vergessen zu lassen.

 

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Kommentare (3)

  1. Josef

    Hallo Herr Knehr,

    vielen herzlichen Dank für ihre wertvollen Tipps. Nachdem ich mir Ihren Artikel durchgelesen habe, wurde mir bewußt, dass ich nur dann Einschlafstörungen habe, wenn ich mich ärgere. Ich ärgere mich massiv über Situationen in den ich mal wieder in die Enge getrieben wurde und ich mich nicht zu meiner vollsten Zufriedenheit wehren konnte.
    Kann ich mein Problem in einem Coaching oder einem Seminar am Besten verändern?
    Freue mich auf Ihr Feedback

    Beste Grüße
    Josef

    • Volker Knehr

      Hallo Josef.
      Einschlafstörungen sind zumeist auf mental-emotionale Stressfaktoren zurückzuführen. In dem Maße, wie du in der Lage bist mit diesen „Stressfaktoren“ umzugehen, in dem Maße verringern sich auch deine Schlafprobleme. Um deine Frage zu beantworten: „In unseren Seminaren lernst du, souverän und gelassen mit dem Leben umzugehen. Situationen, die dir heute Stress machen wirst du nach etwas Training belächeln!“ Natürlich kannst du das auch in einem Coaching erreichen, es benötigt jedoch einige Stündchen. Ein Seminar macht da weit mehr Sinn!
      Grüße Volker

  2. Freundchen46

    Danke, ein sehr guter Beitrag. Manchmal hilft es schon, wenn man sonst keine Zeit im Bett verbringt (mit Essen oder TV schauen), um den Körper darauf zu konditionieren. Und wenn man dann nicht vom Schnarchen des Partners aufwacht, klappt es auch mit dem Schlaf 😉

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