11. März 2012 vk.admin

Selbsthypnose und Hypnose: Ein wunder-voller Weg der Selbstheilung! – Teil 1

Hypnose und Selbsthypnose: Die Grundlagen!

Hypnose

Selbsthypnose bzw. Hypnose sind seit langem Begriffe, die magisch und mystisch wirken. Häufig wird der Begirff der Hypnose oder eben auch Selbsthypnose in direktem Zusammenhang mit Selbstheilung erwähnt. Vielleicht wurde ich genau deshalb  in letzter Zeit immer häufiger gebeten, einen Artikel über das Thema Hypnose bzw. Selbsthypnose und damit eben auch über Selbstheilung zu schreiben. Diesem Wunsch komme ich natürlich sehr gerne nach.

Ich habe mich sogar dazu entschlossen – auch wenn ich kein Fan von Mehrteilern und Fortsetzungen bin – ganze 3 Teile aus dem Thema Selbsthypnose zu machen, da es meines Erachtens notwendig ist, sich ein bisschen intensiver mit diesen nicht ganz einfachen und bei falscher Anwendung auch gefährlichen Methoden der Selbsthypnose zu beschäftigen.

Im ersten Teil des Selbsthypnose Kurses stelle ich dir die Grundlagen und erste Anwendungsmethoden vor, im zweiten Teil wagen wir uns weiter in unseren Körper, unseren Geist und unserer Schmerzen vor, bis sich im dritten Teil dann alles um die machtvollen, selbstheilenden Methoden der Selbsthypnose dreht.

Zu aller Erst:
Hypnose ist keine olle Wundermethode, die an Zauberei oder gar Wahnwitz grenzt. Nein, Hypnose bzw- Selbsthypnose ist ein wundervoller Helfer, der bei der richtigen Anwendung  viele der gemeinsten Lebens-Gegner abschalten kann.

Ein kleiner Auszug:

(Hypnose wird seit langer Zeit auch in der Medizin eingesetzt – Medizinisch Hypnose)

  • Abnehmen mit Hypnose
  • Raucherentwöhnung mit Hypnose
  • Phobiebehandlung
  • Selbstmotivation durch Selbsthypnose
  • Schmerzen aller Art
  • Gedächtnisverbesserung mit Hilfe von Selbyhypnose
  • Kreativitätssteigerung
  • Behebung sexueller Störungen
  • Schnelleres Lernen durch Selbsthypnose
  • Verhaltensänderung
  • Steigerung des Selbstbewusstseins
  • Krebsbekämpfung
  • Behebung von Schlafstörungen
  • Depressionen

Ich würde diesen Artikel über Hypnose nicht schreiben und die darin enthaltenen Selbsthypnose-Methoden nicht vorstellen und selbst anwenden, wenn ich nicht zu 100% von deren Macht und Wirkung überzeugt wäre. Auch wenn Selbsthypnose bzw. Hypnose in der Außendarstellung oftmals nur als pfiffige Scharlatanerie und eine ausgefallene Ausnutzung des Placeboeffekts bezeichnet wird, so muss doch jeder selbst für sich herausfinden, was wir mit der Macht unserer Geistes alles zum Positiven verändern können.

Hypnose oder Selbsthypnose hat übrigens auch überhaupt nichts mit Gehirnwäsche und anderen Sonderbarkeiten zu tun. Nein, ver- und erzwungen wird hier gar nichts. Vielmehr nutzen wir die Kraft der Selbsthypnose um in Hypnose Blockaden und Störungen zu erkennen, zu bearbeitet und zu korrigieren.

Denn ich weiß, was ich und meine Seminarteilnehmer mit Hilfe von Hypnose und Selbsthypnose erreichen. Wenn es möglich ist, mit Hilfe von Hypnose Frauen während der Geburt die Schmerzen zu nehmen, ohne sie vorher mit Dogen voll zu pumpen, wenn man Brandopfern dabei helfen kann, mit Selbst-Hypnose ihre Schmerzen zu vergessen, während ihr Immunsystem aktiv bleibt, wenn Vergewaltigungsopfer plötzlich alle Details des Verbrechens schildern können, die sie verdrängt haben, ohne dass sie emotional darunter leiden müssen, weiß ich, dass Hypnose –  egal wie man sie bezeichnet – wundervoll funktioniert

Ach ja und bevor ich es vergesse, und der ein oder andere mit den Worten „klappt bei mir eh nicht“ das kleine X drückt: Ich behaupte 95% aller Menschen können hypnotisiert werden und somit in Hypnose gehen. Ich sage das ganz bewusst, denn man glaubt gar nicht, wie viele sich soooo sicher sind, dass ihr Kopf dazu ganz sicher nicht in der Lage und schon gar nicht bereit  ist. Man braucht zum hypnotisiert werden weder eine mysteriöse innere Kraft noch eine übermäßige mentale Fähigkeit. Alles, und das kannst du mir gerne glauben, alles was du dazu brauchst, um hypnotisiert werden zu können, ist die Fähigkeit, dich entspannen und konzentrieren zu können. Und ganz ehrlich, bei den allermeisten der übrigen 5%, die auf Teufel komm raus nicht hypnotisierbar sind, handelt es sich um Geisteskranke, die an einer Fehlfunktion der Nerven leiden, die sie daran hindert, konzentriert zu bleiben. Man kann also sagen, dass die Chancen, hypnotisierbar zu sein, umso besser stehen, je höher der IQ ist. =)

Du siehst, es gibt keinerlei Gründe die dafür sprechen, Hypnose oder Selbsthypnose nicht zu probieren, auch wenn es ein bisschen Zeit und eine Portion Willen und Durchhaltevermögen bedarf. Aber was sind schon ein paar Minuten Selbsthypnose am Tag gegen ein ganzes schmerzvolles, unentspanntes und leidvolles Leben. Lass dich einfach mal drauf ein und beginne mit den Selbsthypnose-Grundübungen. Wenn du diese Hypnose-Übungen beherrschst wirst du erstens merken, wie du dich immer besser konzentrieren und visualisieren kannst und zweitens wie viel Spaß es macht, sich selbst zu regulieren und an den richtigen Knöpfen zu drehen.

15 Minuten pro Tag Hypnose bzw. Selbsthypnose. Das ist alles was ich von dir verlange. 15 Minuten, die dein Leben verändern können. 15 Minuten die dich nichts kosten. 15 Minuten. Mehr ist es nicht. Wenn du durchhältst sind das maximal 20 Tage. Bist du bereit das zu investieren? Wenn ja, wunderbar, wenn nicht würde ich es mir nochmal überlegen. Denn ich frage dich, wann hast du das letzte Mal 15 Minuten in dich investiert. In deine Gesundheit, in deinen Körper, in dein Wohlbefinden. Und ich meine nicht Shoppen oder ein Multi-Maxi Menü beim Fast-Food Händler deine Wahl. Ich hoffe du merkst, es ist an der Zeit (ventuell eben auch mit Selbst-Hypnose) wirklich etwas für dich zu tun! Gehen wir es also an!

Dein aller bester Freund ist ab heute ein Wecker – ein verlässlicher Wecker! Denn wenn wir bei der Hypnose eines nicht gebrauchen können, dann sind es nervöse Blicke auf die Uhr, ob denn die 5, 10 oder 15 Minuten Anwendung schon viertel, halb oder ganz vorbei sind. Ich empfehle einen kleinen elektrischen Wecker, der sich vom ablenkendem Ticken verabschiedet hat. Wenn du deinen Wecker vor dir stehen hast, musst du dir für deine Hypnose bzw. Selbsthypnose jetzt einen Ort, den du als deinen hypnotischen “Bezugspunkt” nutzen möchtest.  Ein Ort an dem du dich wohl fühlst. Ein Ort an dem du dich voll und ganz entspannen kannst. Dieser Ort ist ab jetzt dein Anker. Wenn du meinen Blog aufmerksam liest, weißt du schon was Anker sind. Für alle anderen: Unser Unterbewusstsein wird laufend durch Anker gesteuert. Ein Anker kann zum Beispiel der Autoschlüssel sein. Jeden Morgen holst du deinen Schlüssel aus der Tasche, schließt die Tür auf und kommst irgendwann an deinem Arbeitsplatz an.  Der gesamte Prozess des Öffnens der Autotür, des Einführens des Schlüssels in das Zündschloss, der Betätigung der Kupplung, des Startens des Wagens, des Ausscherens, des Vermeidens von Verkehr, des Haltens an Ampeln usw. läuft ab, ohne dass du dir dessen wirklich bewusst bist. Im Verlauf der Jahre hat dein Unterbewusstsein diese gesamten Verhaltensmuster mit dem allmorgendlichen Prozess assoziiert, der damit beginnt, dass du deine Autoschlüssel aus der Tasche ziehst. Das ist ein Anker!


Schritt 1: Dein Ort!

Hast du einen besonders bequemen Stuhl auf dem du mehr waagrecht als senkrecht sitzen kannst? Dieser Platz ist ab jetzt dein Hpynose-Platz. Probiere ihn ruhig direkt mal aus und setzte dich für 10 Minuten und schließe die Augen. Versuche doch mal, einem Tagtraum nachzustellen. Denke an deinen letzten Urlaub, deine Jugend, deine letzten Erfolge – ein positiver Moment deines Lebens. Wie hat sich das Denken angefühlt? Warst du konzentriert oder doch eher abgelenkt. Wenn du dich nicht voll und ganz diesem Gedanken hingeben konntest und lieber die Einkaufsliste oder das TV-Programm durchgegangen bist, ist das NICHT dein Hypnose-Ort!   Es muss ein ganz besonderer Ort sein. Wenn er das noch nicht war, dann setzte dich auf einen anderen Hypnose-Stuhl oder rücke den alten an eine andere Stelle.

Und jetzt ganz wichtig: Wenn du deinen Stuhl gefunden hast, setze dich erst wieder darauf, wenn du dich hypnotisieren willst. Ich weiß, das klingt jetzt vielleicht komisch, aber es ist wichtig, dass du diesen Stuhl ganz allein als Hypnose-Stuhl verwendest. KURZ:  Wenn du diesen Stuhl ausschließlich für deine Selbst-Hypnose-Sitzungen verwendest, wirst du automatisch feststellen, dass du nach dem Setzten sofort in einen entspannten Zustand gerätst. Dein Kopf hat einen Anker gesetzt! Und so soll es auch sein.


Schritt 2: Deine Zeit!

Wie gesagt, 15 Minuten Hypnose bzw. Selbsthypnose täglich, nicht mehr und auch nicht weniger sind nötig um dich selbst mit Erfolg und vorzeigbaren Resultaten zu hypnotisieren. Diese Zeit für Selbsthypnose muss aber auch gefunden werden. Suche nach einer viertel Stunde freier Zeit in deinem Tagesablauf.

Kleiner Zeit-Tipp zur Selbsthypnose:
Der Morgen eignet sich dazu am Besten,  da dir dieser Zeitpunkt ermöglicht, den Tag mit einer mentalen “Starthilfe“ zu beginnen ohne Zeit zu verlieren. Alle Morgenmuffel und leidenschaftliche Snooze-Tastendrücker, dürfen ihre Sitzungen auch direkt vor dem ins Bett gehen einplanen. Wer am Mittag voll und ganz entspannen kann darf auch das tun. Das wichtigste ist nur bei einer Zeit zu bleiben. Du weiß doch Regelmäßigkeiten setzten Anker. Und die brauchen wir beim Selbsthypnotisieren  ganz besonders!

Egal wann du es tust, du musst zur Selbsthypnose auf jeden Fall bei einem klarem Bewusstsein und konzentriert sein. Um diesen Zustand gerecht zu werden kannst du zum Beispiel eine Dusche nehmen oder einen Spaziergang anordnen.


Schritt 3: Deine erste Hynose bzw. Selbsthypnose-Sitzung!

Dein Wecker steht vor dir. Stelle ihn auf 5 Minuten ein. Klicke auf Start. Lasse die Zeit herunterfahren und tue NICHTS!  Lasse die Zeit einfach mal so verstreichen und sammele  dich. Warte bitte nicht darauf, dass etwas Magisches passiert und auch nicht darauf, dass du plötzlich aus deinem Körper trittst und dich von oben beobachtest. Mach dir keinerlei Gedanken über die anstehende Hypnose bzw. Selbsthypnose. Deine erste Hypnose bzw. Selbsthypnose-Sitzung dient hauptsächlich dazu, dich mit deinem Stuhl, deinem Ort und deiner Zeit  vertraut zu machen.

Setze dich mit den Füßen flach auf dem Boden hin. Lege deine Hände auf den Schoß und sorge dafür, dass sie sich nicht berühren. Bequemlichkeit ist hier das Zauberwort. Alles muss sich richtig und entspannend anfühlen. Und das wichtigste: Lasse es nicht zu, dass sich dein Körper auch nur einen Zentimeter bewegt. Atmen darfst du natürlich, denn wenn du das vergisst siehst du dich vielleicht doch von oben =)

Ich weiß, während dieser ersten Sitzung sind 5 Minuten eine Ewigkeit, doch wenn du dabei deinen Puls runter fahren, deine Gedanken klar ordnen und ganz ruhig werden kannst, merkst du, wie sich deine komplette Aufmerksamkeit immer mehr nach innen richtet und  du immer mehr in diesem Moment verschwindest. Zeit ist dann nicht mehr wichtig. Wenn du diese innere Ruhe spürst, hast du bereits mehr als die Hälfte der Wegstrecke zu deiner ersten Erfahrung mit der Selbsthypnose bzw. Hypnose zurückgelegt.

So, stelle dir jetzt den Wecker ein zweites Mal und versuche nun, deinen ganzen Körper zu entspannen. Du wirst merken wie angespannt jeder einzelne Muskel deines alten Freundes tatsächlich ist. Lasse deine Schultern nach unten sinken. Stelle dir jetzt vor, dass deine Arme schlaffe Sandsäcke sind, die auf deinem Schoß liegen. Konzentriere dich nun voll  und ganz auf deinen Atem. Atme regelmäßig in gleichen Abständen ein und wieder aus. Suche dir dann einen Punkt irgendwo an der gegenüberliegenden Wand des Raumes und starre was das Zeug hält. Stelle dir vor du bist „Microman“, ein neuer Superheld mit Mikroskopaugen, der in der Lage ist Atome zu sehen.  Versuche, das kleinste Detail dieses einen Punktes zu erkennen. Lasse deinen Blick nicht von diesem Punkt ab und deinen Körper in vollkommener Ruhe. Was jetzt mit dir passiert wird dich vielleicht verwundern. Nach ein paar Sekunden scheint es so, als würde dein ganzer Körper vom Hals abwärts zu verschwinden beginnen. Nur noch der Punkt an der Wand existiert. Stelle jeden deiner Gedanken ab! Und ganz wichtig: VERSUCHE NICHT, ALLES ZU ANALYSIEREN, LASSE ES EINFACH GESCHEHEN. Die Hypnose bzw. Selbsthypnose  beginnt!!!!!

Vielleicht stellst du fest, dass deine Augenlider immer und immer schwerer werden. Du fühlst dich müde und schläfrig. Keine Sorge: Das ist bei Selbst-Hypnose ganz normal, trotzdem ist Schlafen nicht die Aufgabe deiner Hypnose bzw. Selbsthypnose also kämpfe dagegen an. Während deiner ersten Sitzung musst du versuchen dem gemeinen Drang zu widerstehen, deine Augen zu schließen und dich ins Traumland zu verabschieden. Du musst lernen deine Aufmerksamkeit intensiv auf einen einzigen Punkt zu richten, ohne ihn aus den Augen zu lassen. Wenn der Wecker ertönt hast du es geschafft. Der erste Schritt ist getan. Belasse es dabei und mache erst morgen weiter mit deiner zweiten Hypnose- bzw. Selbsthypnose -Sitzung. Für heute warst du wunderbar. Spare dir die Kraft für den nächsten Tag!


Schritt 4: Deine zweite Hypnose- bzw. Selbst-Hypnose-Sitzung!

Die erste Aufgabe deiner zweiten Hypnose bzw. Selbsthypnose-Sitzung ist leicht erklärt. Wiederhole deine erste Sitzung. Ich spreche aus Erfahrung, wenn ich sage, dass beim ersten Mal „Hypnose“ einiges schief laufen kann. Man kann sich nicht konzentrieren. Man wird abgelenkt. Man schläft ein. Man sitzt unbequem. Man ist nicht in der Stimmung. All diese Probleme solltest du jetzt aus der Welt schaffen und deinen zweiten Versuch noch besser werden lassen.  Stellen dann deinen besten Freund auf 5 Minuten und wiederholen die erste Sitzung.

Wenn du damit fertig bist geht es weiter. Stelle dir den Wecker wieder auf 5 Minuten. Konzentriere dich diesmal, während du deine Aufmerksamkeit auf den Punkt an der gegenüberliegenden Wand lenkst, voll und ganz auf deine oberen Augenlider.

Du merkst plötzlich wie sie immer schwerer werden und sich immer weiter schließen. Wunderbar. Das muss genau so sein. Und jetzt darfst du es auch geschehen lassen und deine Augenlider komplett schließen. Aber jetzt aufpassen und nicht einschlafen. Konzentriere dich deshalb, sobald  sie geschlossen sind, intensiv auf deine Atmung. Wichtig: KEINE SELBSTGESPRÄCHE!

Denke an gar nichts. Spüre deinem Atem nach und erlebe den Moment. Verlieren dich in deinem Atemrhythmus. Verbringe die Zeit bis zum Klingeln ganz einfach damit, dich intensiv auf deinen Atem zu konzentrieren. Sei jetzt ganz bewegungslos, frei von Gedanken, vollkommen entspannt und konzentriert.

Wenn dein Mund langsam austrocknet, da du vor lauter Bewegungslosigkeit vergessen hasst zu schlucken, hole das nach. Austrocknen muss keiner.

Du wirst jetzt merken, dass dein Kopf plötzlich viel schwerer ist als davor. Vollkommen normal, dein Hals ist so entspannt, dass er nach unten sinken möchte. Lasse es geschehen.  Denke dabei aber daran, den Rest deines Körpers vollkommen bewegungslos zu halten. Konzentriere dich einzig und alleine  darauf, dich zu entspannen, bis dein bester Freund dich aufweckt.

Und wenn er das tut, dann springe bitte nicht gleich auf und vor den Fernseher. Nimm dir die Zeit langsam rückwärts von 5 bis 1 zu zählen. Versuche bei jeder Zahl wacher zu werden.

Dieses Aufwach-Ritual wird nun ein Anker, mit dem du dich selbst aus jedem hypnotischen Zustand aufwecken kannst. Öffne nach der 1 die Augen und fühle dich wundervoll.


Schritt 5: Deine dritte Selbst-Hypnose-Sitzung!

Wunderbar, du hast die ersten Schritte gemeistert. Und weil das letzte mal so gut geklappt hat, fangen wir gleich mal mit einer Wiederholung an. Beginne also deinen dritten Hypnose-Tag damit, die zweite Hälfte der gestrigen Hypnose- und Selbsthypnose-Sitzung zu wiederholen. Der einzige Unterschied besteht heute darin, dass du deine Hypnose-Sitzung mit einem tiefen Atemzug beginnst, sobald du dich hingesetzt hast.

Sage dir in Gedanken das Wort RUUUUUUUUUHIG vor, während du ausatmest. Dehne das Wort so lange aus, bis du mit dem Ausatmen fertig bist. Lasse die ganze Energie aus deinem Körpers heraus und schließe deine Augen. Konzentriere dich anschließend wieder auf deinen Atem. Spüre wie dein Kopf schwer wird. Er sinkt nun auf deinen Brustkorb. Lass es geschehen.  Du  kennst das Spiel. Bewege dich nicht und denke an nichts. Atme nun 5 Minuten lang nur ein und aus. Genieße den Zustand der Hypnose bzw. Selbsthypnose.

Nun ist es an der Zeit den wichtigsten Bestandteil der Hypnose- und Selbsthypnose zu erlernen. Das Visualisieren. Je besser du vor deinem geistigen Auge Dinge sehen kannst, desto intensiver wird auch deine hypnotische Erfahrung sein. Denke aber immer daran, dass du deine echten Augen dazu nicht brauchst. Alles spielt sich von jetzt an in deinem Kopf ab.

Die Visionen, die du gedanklich erzeugen wirst, sind den Bildern, die du in deinen Träumen siehst übrigens, sehr ähnlich. Beide senden auf der gleichen Frequenz, auch wenn es  am Anfang so sein kann,  dass das Bild nur eine vage und unklare Vorstellung ist.  Das wird sich aber schnell ändern.

Beginnen wir nun deine Hypnose- und Selbsthypnose-Sitzung: Stelle dich hin. Positioniere deine Beine leicht gespreizt. (Sonst fällst du vielleicht um) Stelle deinen Wecker auf 2 Minuten. Strecken beide Arme direkt vor dir aus, einer neben dem anderen mit den Handflächen nach unten. Nehme nun einen tiefen Atemzug und sagen dir in Gedanken das Wort “RUHIG“. Deine Augen schließen sich. Halte deine Arme weiter ausgestreckt vor dir. Wende deine gesamte Aufmerksamkeit auf deinen rechten Handrücken. Stelle dir nun ein dickes, fettes Buch vor, einen richtigen Schinken, der auf deinem Handrücken liegt. Stelle dir das Buch ganz klar und in alle seinen Detail vor. Erkennst du den Titel? Du wirst dann merken, wie dein Arm nach unten sinkt. Solange er dies tut, stellst du dir eine kurze Angelschnur vor, die um dein linkes Handgelenk gebunden ist. Direkt über deinem Handgelenk ist die Schnur mit einem riesigen gelben Heißluftballon verbunden. Er schwebt ungefähr 30 cm über deinem Arm.

Während du dich darauf konzentrierst, beginnt dein linker Arm aufzusteigen. Schalte nun immer wieder in deiner Vorstellung zwischen dem Buch auf deinem rechten Handrücken und dem Ballon über deiner linken Hand um. Lasse deine Arme nach Ablauf der zwei Minuten genau da erstarren, wo sie sich gerade befinden und öffnen dann deine Augen. Wenn deine Arme mehr als ca. 15 Zentimeter voneinander getrennt sind, kannst du dir auf die Schulter klopfen. Du machst rasche Fortschritte. Wenn nicht, brauchst du keine Sorgen zu haben. Viele Schüler der Hypnose- und Selbsthypnose brauchen ein wenig länger, um sich an diese Dinge zu gewöhnen, aber sobald der Knoten platzt, geht es in Sachen „Hypnose- und Selbsthypnose“ mit riesen Schritten vorwärts.  Sind deine Arme mehr als 15 Höhenzentimeter voneinander entfernt, bist du bereit für die nächste Übung…

… und die kommt in dem nächsten Hypnose- und Selbsthypnose Kurs-Teil 2.

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Kommentare (2)

  1. Uta Müller

    Ich bin schon längere Zeit Leserin Ihres Newsletters und immer wieder begeistert von den vielen Anregungen und Tipps. Danke!

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