20. März 2012 vk.admin

Selbsthypnose und Hypnose: Ein wunder-voller Weg der Selbstheilung! – Teil 3

Selbsthypnose

Hypnose und Selbsthypnose: Für Profis

Wir sind nun an einem Schritt angelangt, an dem deine Selbsthypnose mehr als nur eine kleine Übung ist. Ab diesem Schritt geht es um mehr. Es geht um wirkliche Selbsthypnose, mit der du aktiv an dir und deinen Heilungsprozessen mitwirken kannst. Deswegen vorne weg die Warnung, wer ein Trauma alleine beheben will, sollte hier nicht weiter machen, sondern die Hilfe eines Hypnose bzw Selbsthypnose-Profis aufsuchen. Denn wer hier Fehler macht und sich zu tief in traumatischen Erlebnissen verliert, macht viel mehr kaputt, als er heilen kann. Auch Menschen mit diagnostizierter Schizophrenie sollten sich lieber in die Hände eines ausgebildeten Hypnose-Profis begeben.

Allen anderen wünsche ich jetzt viel Spaß mit ihrer ersten echten Selbsthypnosesitzung!

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Deine zehnte Hypnose- bzw. Selbst-Hypnose-Sitzung:
„ECHTE“ Selbsthypnose Teil 1

Ich weiß, einige Schweißperlen sind geflossen, viele Hypnose-Übungen gescheitert aber auch gewaltige Fortschritte wurden gemacht. Jetzt ist es aber endlich so weit – deine erste „richtige“ Selbsthypnose-Sitzung! Aber nur wenn du in der Lage warst, den Wörterbuchtest erfolgreich durchzuführen und du es inzwischen wesentlich leichter findest, eine Schnelleinleitung zu machen, wird sie auch von Erfolg gekrönt sein! Denn wenn das sitzt, bist du auf dem besten Wege, etwas von dem wirklich „guten Stoff“ zu entdecken, den du danke toller Selbsthypnose-Übungen erleben kannst. Gehen wir es also an!

Stelle deinen persönlichen Hypnose-Wecker auf 10 Minuten und entspanne dich. Was nun folgt ist ein ausgedehnter Ausflug aufs Land. Eine meiner absoluten Favoriten bei den Hypnose- bzw. Selbsthypnose-Übungen, die auch ich selbst immer mal wieder anwende!

Mache eine Schnelleinleitung und einen Falltest zum warm werden! Fühle dabei die eintretenden Entspannung in dir und sammle deine Energien! Wenn du immer noch im Hier und Jetzt und an deinem Körper klebst, empfehle ich dir noch kurz eine progressive Entspannung anzuschließen. Bevor es weiter gehen kann, ist es essentiell wichtig, dass du wirklich voll konzentriert bist und dein Kopf absolut frei von bewussten Gedanken ist.

Sobald du diesen Punkt erreicht hast, visualisierst du dich selbst, in einem vollkommen dunklen Raum – genau so wie du dir den Apfel vor deinem inneren Auge vorgestellt hast! Lasse dieses Mal aber nicht das Licht auf dich zu kommen, sondern bewege du dich stattdessen in die Helligkeit! Sobald du dann immer näher kommst, stellst du dir vor, wie du plötzlich an der obersten Stufe einer beleuchteten Treppe stehst, die sich am Ende eines dunklen Korridors befindet. Keine Sorge, ob das Bild völlig klar oder verschwommen ist, ist zu diesem Zeitpunkt wirklich nicht so wichtig. Denke daran, du siehst alles mit deinem geistigen Auge. Alles läuft in deiner Vorstellung ab. Alles ist wie ein Traum.

Während du also so in diesem Raum stehst und hinab blickst, erkennst du jetzt zehn mit blauem Stoff bezogene Stufen, die zum Erdgeschoss hinunter führen. Du erkennst einem schmalen Korridor mit einer Tür am gegenüberliegenden Ende. Konzentrieren dich jetzt intensiv auf diese Tür. Du erkennst, dann den Lichtstrahl, der durch die Zwischenräume der Tür strahlt. Ein gutes Gefühl geht von dieser Tür aus. Du merkst wie einladend, sicher und anziehend sie ist. Gehe nun langsam die Treppe hinunter und zähle dabei langsam von zehn bis eins. Gehe dabei mit jeder Zahl eine Stufe hinab und spüre, wie du mit jeder Stufe tiefer und tiefer sinkst.

Du stehst jetzt genau vor der Tür. Du siehst den Griff. Greife nach ihm und spüre wie sich die Tür ganz einfach und ohne großen Widerstand öffnen lässt. Während du das leise Quietschen hörst, fühlst du schon den kühlen, frischen Luftzug, der draußen auf dich wartet. Er gibt dir Kraft, Energie und eine große Portion Lebensfreude. Du fühlst dich wundervoll! Gehe nun nach draußen und erblicke die herrlichste Landschaft, die du jemals gesehen hast: Sanfte Hügel mit leuchtend grünem Gras, majestätische kleine Anhöhen, verspielte Blumenfelder, strahlend blauer Himmel und eine Sonne, die dich wohltuend wärmt. Vor die liegt ein mit Rindenmulch gesäumter Wanderpfad. Er lädt dich ein loszulassen und ein Gefühl zu erleben, das weit über alles hinausgeht, was du bisher kennen gelernt hast.

Du bist nun vollkommen entspannt. Atme tief in diese wundervolle Welt. Spüre beim Einatmen der klaren, frischen Luft, wie viel energiegeladene Kraft sie dir verleiht. Nimm noch einen tiefen Atemzug und lasse die Energie in jede Faser deines Körpers strömen. Fühle wie diese Luft deine Lungen von all den Staubpartikeln und Giften befreit und nährstoffreiches Blut in dein Gehirn pumpt. Du bemerkst, wie es plötzlich klickt macht, dein Geist klar wird, Gedanken wir wild pulsieren, sich dein Denkvermögen immer mehr verbessert und du dich auch immer intensiver konzentrieren kannst. Beim Ausatmen spürst du, wie du dich mehr und mehr entspannst, dabei aber wesentlich konzentrierter bist als zuvor. Alles ist gut! Lasse einfach los. Nur noch Entspannung und Liebe ist in dir.

Werfe nun wieder einen Blick auf die wundervolle Welt vor dir. Auf einem Hügel zu deiner Rechten befindet sich eine kleine, einladende Hütte, die, wie könnte es anders sein in deiner Lieblingsfarbe erstrahlt. Um die kleine, gemütliche Hütte grasen eine Hand voll Kühe. Nimm nun einen weiteren, tiefen Atemzug und beginne damit schneller zu laufen. Du fängst an langsam in einem bequemen Joggingrhythmus den Pfad zu erkunden. Während du voller Elan und ohne Beschwerden läufst, bemerkst du, dass dieser magische Ort etwas mit dir anstellt. Er gibt dir wundervolle Energie und Kraft. Du bist voller Glück und merkst, dass du bis in alle Ewigkeit so weiter joggen könntest. Es ist ein wundervolles Gefühl nicht außer Atem zu kommen. Es ist beinahe so, als ob alle physischen und mentalen Probleme, die dich zuvor geplagt hatten, jetzt wie in Luft aufgelöst sind. Du bist genau die Person, die du schon immer sein wolltest. Stark, selbstbewusst, voller Energie und Lebensfreude.

Während du federleicht über einen Hügel joggst, siehst du eine Küste vor dir. Traumhafter Sandstrand mit türkisblauen Wasser. Eine sanfte Brise umspielt das Wasser und hinterlässt kleine, sanfte Wellen. Direkt vor dir befindet sich ein Pier. Am Ende des Piers erkennst du ein kleines, schmuckes Segelboot. Während du dich dem Boot näherst, bemerkst du ein großes, flauschiges, rotes Samtkissen auf dem Sonnendeck. Gehe nun an Bord, legen dich auf dieses Kissen und mache jetzt die Segelbootübung. Spüre, wie du mit dem Boot hin und her schaukelst. Immer wieder hin und her, bis du merkst dass du sehr, sehr tief schläfst. Während du immer tiefer und tiefer sinkst, stellst du fest, dass dein Körper immer leichter und leichter wird, so leicht, dass du spürst, wie du dich langsam und sicher aus dem Boot heraus in die Lüfte erhebst. Du fühlst, wie dein Körper sich wie ein Blattes langsam erhebt und nach oben schwebt, bis du immer näher und näher an die flauschigen Wolken kommst.

Sobald du die Höhe der Wolken erreicht hast, fühlst du dich unglaublich entspannt und frei. Weit in der Ferne kannst du eine seltsame Wolke erkennen. Es ist eine Wolke in deiner Lieblingsfarbe, und bei einem weiteren Blick merkst du, dass sie über allen anderen Wolken schwebt. Während du dich langsam auf sie zu bewegst, fühlst du eine entspannende Anziehungskraft, fast so, als könntest du es nicht abwarten, in ihr zu verschwinden. Du bist nun nur noch wenige Zentimeter von ihr entfernt. Plötzlich erkennst du, dass du keine Kleider anhast, was vollkommen in Ordnung ist, weil ja außer dir keiner da ist. Die Wolke legt sich sanft um dich, wobei sie jeden Zentimeter deines Körpers mit ihrer warmen, besänftigenden Umarmung umschließt. Beim Einatmen ihres Duftes fühlst du dich voller Energie! Du bist so unter positiven Strom, dass ein Adrenalinstoß durch deinen Körper fließt und doch bist du dabei völlig gelassen.

In meinen Hypnose-Seminaren bzw. Hypnose-Sitzungen gebe ich an dieser Stelle spezifische therapeutische Suggestionen, mit denen das jeweilige mentale oder physische Problem behandelt wird. Diese verankere ich üblicherweise in einer positiven Energie, die die Hypnose-Patienten aus diesem „magischen“ Ort beziehen. Heute gehen wir aber nicht so weit – noch nicht! Für heute reicht es, wenn du nur die Erfahrung genießt. VERSUCHE NICHT, DICH SELBST ZU THERAPIEREN, NOCH NICHT. Wenn du diese Hypnose-Übung falsch anwendest, kannst du dir leider viel mehr schaden, als wirklich nützen. Konzentriere dich für heute nur darauf, wie stark du dich fühlst, wie sehr du alles, was um dich herum geschieht, unter Kontrolle hast und wie unbezwingbar du bist!

Versetze dich nun vor deinem geistigen Auge in dein Wohnzimmer und in deinen Hypnose-Stuhl zurück. Du spürst nach wie vor die Energie in dir, die du an deinem, “magischen Ort” gesammelt hast! Nimm nun noch einen letzten Atemzug und zähle dich wach.

Stehe nun auf und vertrete dir die Beine. Es ist wichtig nach einer intensiven Selbsthypnose den Blutkreislauf wieder anzukurbeln. Während du ein paar Schritte gehst, frage dich: Wie hat sich diese Übung angefühlt? Bist du jetzt richtig entspannt? Fühlst du die neu gewonnene Energie in dir? Dieser kleine Ausflug führt dich ab jetzt immer wieder an einen warmen, angenehmen Ort, der dich dazu einlädt neue Energie zu schöpfen und sowohl physische als auch mentale Veränderungen an dir vorzunehmen. Zu einem späteren Zeitpunkt werden wir gemeinsam erstaunliche Dinge durch den Ausflug aufs Land erreichen. Für heute reicht es jedoch, wenn du die Hypnose-Übung als eine angenehme und aufregende Erfahrung in Erinnerung behältst.

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Deine elfte Hypnose- bzw. Selbst-Hypnose-Sitzung:
„ECHTE“ Selbsthypnose Teil 2

Beginne deinen heutigen Selbsthyponse-Tag damit, den Ausflug aufs Land zu wiederholen, stelle dir diesmal jedoch deinen Wecker auf 8 Minuten. Versuche dich diesmal mehr und mehr in dein Details zu verlieren. Stelle dir vor, dass du danach ein detailgetreues Bild von dem Ort malen müsstest. Studiere die Muster der Blätter, zähle die Möwen am Pier und halte geistig fest, wie oft der Pfad vor dir eine Kurve macht. Konzentriere dich darauf, loszulassen, sobald du von der Wolke eingehüllt wirst.

Führe dann sobald du aufgewacht bist, abwechselnd die Übung mit dem steifen Arm, den Apfeltest und den Wörterbuchtest durch. Jede Übung ein Mal. Wenn du an dieser Stelle ein Problem mit einer oder mehreren dieser Übungen hast, denke daran: Erst wenn du sie alle beherrscht macht es Sinn weiter zu gehen. Gehe wenn nötig zurück und arbeite weiter an deiner Konzentration. Und denke dabei immer daran: HÖRE AUF ZU DENKEN!

TIPP: Ich weiß, es ist immer schwer sich jede Übung zu merken und zu jeder Zeit komplett im Kopf zu haben. Versuche es deswegen doch einfach mal meine Hypnose bzw. Selbsthypnose-Übungen auf Kassette oder CD aufzunehmen. Entweder mit dir selbst als Sprecher, oder von einer dir nahe stehenden Person mit einer beruhigen Stimme gesprochen. Vielleicht hilft es dir ja, wenn du nicht immer daran denken musst, was denn als nächstes kommt.

Wenn du bereit für den nächsten Schritt bist, dann stelle deinen Wecker auf 5 Minuten. Mache eine Schnelleinleitung. Konzentriere dich auf deinen linken Arm, sobald du konzentriert und entspannt bist. Suche dir eine Stelle ungefähr auf halber Strecke zwischen dem Handgelenk und dem Ellbogen und versuche jetzt einen Armreif zu visualisieren. Für den Moment reicht es auch, wenn du nur einen durchsichtigen Kunststoffarmreif siehst. Starre nun mit deinem geistigen Auge auf das Armband. Konzentriere dich dabei auch auf deinen Arm. Nun machst du wieder von deiner Superkraft Gebrauch, mit der du nicht nur Atomgenau sehen, sondern auch durch Dinge hindurch blicken kannst . Schaue ganz intensiv auf deine Nervenbahnen, die den Arm entlang verlaufen. Dir fällt auf wie rot sie sind.

Fasse nun mit deiner rechten Hand an das Armband und spüre, wie es langsam anfängt, zu glühen und eventuell sogar eine leuchtend rote Farbe annimmt. Je mehr das Armband leuchtet, desto tauber werden die Nervenenden, die unter ihm verlaufen. Du wirst feststellen, dass innerhalb von 30 Sekunden alle Nervenenden unter dem Armreif taub sind, genauso wie alle Nervenbahnen, die in deinem Unterarm, dein Handgelenk und deine Hände führen, komplett lahm gelegt sind. Du spürst dabei, wie das ganze Gefühl aus deinem Unterarm entweicht. Versuche nun, mit deiner rechten Hand deinen linken Handrücken zu berühren.

Du kannst den Druck spüren, aber die Hand fühlt sich taub an. Zwicke dir nun in den Handrücken. Nicht so vorsichtig! Drücke so fest du nur kannst. Keine Sorge, du wirst nicht viel mehr spüren als ein leichtes Wärmegefühl. Konzentriere dich wieder auf das Armband, sobald du deine neuerworbene Schmerzfreiheit erlebt hast. Beobachte nun mental, wie es immer mehr verblasst und es deinem Unterarm ermöglicht, wieder etwas zu fühlen. Atme tief durch und zähle dich wach.

WARNUNG, BITTE LESEN!

Selbsthypnose bzw. Hypnose ist nicht ganz ungefährlich – vor allem an dem Punkt, an dem wir jetzt sind, da wir gelernt haben, wie man Schmerzen kontrollieren kann. Bitte denke immer daran: Der Schmerz ist nicht ohne Grund vorhanden. Es ist die Art und Weise, wie dir dein Körper zu verstehen gibt, dass du auf etwas achten musst! Ohne Schmerzen würden die meisten von uns ruhig zusehen, wie unsere Hände während unserer Jugendzeit abfallen. Wir würden nie etwas über unsere Körper-internen Probleme herausfinden, hätten wir keine Magenschmerzen und kein Übelkeitsgefühl.

Du musst im Umgang mit Schmerzen deshalb SEHR SEHR vorsichtig sein. Die Bauchschmerzen, die du dir wegsuggeriert hast, könnten vielleicht die ersten Anzeichen eines Blinddarmdurchbruchs sein. Das Übelkeitsgefühl oder die Migräne könnte vielleicht der Beginn eines Schlaganfalls sein. Tue bitte nichts gegen deine Schmerzen, solange du dir nicht absolut sicher bist, dass du auch alle Umstände kennst, die dazu geführt haben. Merke dir einfach als Hypnose-Daumenregel, dass du dich nicht mit dem Schmerz anlegen solltest, solange du ihn nicht wirklich verstehst und verantwortungsvoll damit umgehen kannst-

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Deine zwölfte Hypnose- bzw. Selbst-Hypnose-Sitzung:
„ECHTE“ Selbsthypnose Teil 3

Alle Übungen der heutigen Hypnose bzw. Selbsthynose-Sitzung (Armreiftechnik, Händefalttest, Apfeltest und Hypnose mit offenen Augen) sind der Reihenfolge nach in deinen Vorübungen zur Selbsthypnose zu finden (s.o.). Wenn du möchtest, kannst du sie heute alle hintereinander machen.

Beginne mit einer Wiederholung der Armreiftechnik. Mache dir nichts daraus, wenn du noch ein leichtes Schmerzgefühl empfindest. Mit jedem Mal wird die Technik effektiver.

Mache nun den Händefalt- und den Apfeltest. Inzwischen solltest du in der Lage sein, einen knackigen, roten Apfel zu visualisieren. Falls nicht, arbeite bitte noch ein paar Mal daran (nicht mehr als drei Mal) und ganz wichtig verzweifle nicht – das wird schon noch! Es kann sein, dass du ihn in deinem Geist siehst, ihn aber noch nicht wirklich realisieren kannst (ähnlich wie beim Wörterbuchtest, erinnerst du dich? Es hat zwar nicht ausgesehen wie ein schweres Buch, aber dein Unterbewusstsein hat genug gesehen, um deinen Arm dazu zu zwingen, nach unten zu sinken).

Die nächste Übung fällt ein bisschen aus dem Rahmen – aber gerade deswegen ist sie wie ich finde so toll und wichtig! Beginne mit einer Schnelleinleitung. Atme tief ein und genieße den entspannten Zustand für eine Weile. Mache erst weiter, wenn du sicher bist, dass keine nervenden, ablenkenden Gedanken durch deinen Kopf schwirren!

Öffne nun langsam deine Augen, sobald du vollkommen fokussiert und konzentriert bist. Bleibe in diesem tief entspannten Zustand, während sich deine Augen öffnen. Konzentriere dich auf einen Punkt an der gegenüberliegenden Wand und lasse diesen verschwimmen.

FANG GAR NICHT ERST AN, ZU DENKEN ODER BLICKE WANDERN ZU LASSEN!

Sobald du dich konzentrierst, solltest du bemerken, wie vollkommen gesammelt und entspannt du nach wie vor bist. Genieße diese Erfahrung bitte ein paar Augenblicke lang. Sobald du ein gutes Gespür dafür bekommen hast, mit offenen Augen hypnotisiert zu sein, kannst du deine Augen langsam wieder schließen und dich wachzählen.

Es liegt auf der Hand, dass die Fähigkeit, sich selbst mit offenen Augen zu hypnotisieren, eine ganz neue Dimension der Hypnose bzw. Selbsthypnose eröffnet. Sie macht es dir leichter, dich zu konzentrieren oder hilft dabei, Projekte klarer zu durchdenken! Denke daran, diese Fähigkeit ist ein sehr mächtiges Hilfsmittel, sei deswegen vorsichtig, denn Fakten werden durch diese Selbsthypnose-Technik wesentlich ungeprüfter akzeptiert. Du hast einfach nicht die Zeit dazu, über Inhalte wirklich nachzudenken.

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Deine 13. Hypnose- bzw. Selbst-Hypnose-Sitzung:
„ECHTE“ Selbsthypnose Teil 4

Beginne deine heutige Hypnose-Sitzung damit, dafür zu sorgen, dass dein Hypnose-Raum angenehm ist, es keine Ablenkungen von außen gibt, die richtige Temperatur eingestellt ist und all die negativen Einflüsse, die dich von einer erfolgreichen Sitzung abhalten könnten, beseitigt sind! Heute werden wir eine weitere Hürde überschreiten und damit beginnen, die Kontrolle über dein Unterbewusstsein zu übernehmen.

Stelle deinen Wecker auf 8 Minuten. Mache eine Schnelleinleitung und entspanne dich. Stelle dir dann vor, dass du in der Natur (nicht am Ort deiner Ausflug-aufs-Land-Übung) spazieren gehst. Während du deinen Weg entlang gehst, bemerkst du, dass du so gut wie keine Klamotten trägst. Nur Shorts, eine Badehose oder Badeanzug umschließt deinen Körper. Plötzlich fällt dir auf, dass Schneeflocken vom Himmel fallen. Zuerst bist du fasziniert von ihnen, dann jedoch, als immer und immer mehr fallen, wird dir immer kälter und kälter! Die Temperatur bewegt sich um den Gefrierpunkt und du kannst deinen Atmen als Hauch vor dir sehen!

Jetzt wirst du dir einer kalten, arktischen Brise bewusst, die die Flocken durcheinander zu wirbeln beginnt. Die Schneeflocken fallen nun immer dichter und dichter. Inzwischen ist alles um dich herum schneebedeckt und beide Beine stecken knietief im Schnee. Es ist wohl der kälteste Tag in deinem Leben. Spüre den Kälteschauer, der über deinen Rücken läuft. Dir ist schweinekalt! Es ist in Ordnung, wenn du versucht dich zusammenzukauern. Spüre wie der Frost an deinen Wangen klebt. Sobald es fast unerträglich kalt geworden ist, durch das wilde Schneetreiben zu waten, schaust du gen Himmel und bemerkst, dass plötzlich die Sonne heraus kommt.

Der Schnee verschwindet auf magische Weise. Alles wird wieder normal. Atme nun tief ein und spüre wie wundervoll warm dein Körper plötzlich ist. Die Temperatur heizt sich von Sekunde zu Sekunde weiter auf! Die Sonne knallt herunter und die Bäume verschwinden. Es ist beinahe so, als wärst du auf einmal inmitten der heißesten Sahara-Sonne. Und um es noch schlimmer zu machen, bemerkst du, dass du direkt vor dem größten Feuer sitzt, das du jemals gesehen hast. Es ist der heißeste Tag deines Lebens. Du spürst, wie dir der Schweiß über deine Stirn und deinen Körper läuft. Die wenigen Kleider, die du trägst hängen klebrig an dir. Konzentriere dich und spüre die unglaublich schwüle Hitze. Atme dann langsam und tief ein und zähle dich wach!

Was ist passiert? Hast du wirklichen einen Temperaturunterschiede gespürt? Wenn ja, großartig. Das ist ein Meilenstein in deiner Hypnose-Karriere! Wenn nicht, wiederhole diese Hyünose-Übung. Konzentriere dich dabei noch mehr auf die Bilder!

Stelle dann deinen Wecker auf 5 Minuten. Wiederhole die Hypnose-Übung von oben, nur diesmal mit dem Unterschied, dass du, sobald du davon überzeugt bist, dass es jetzt unglaublich kalt ist, die Augen öffnest! Spürst du wie es auf deiner Haut prickelt, fühlst du den Kälteschauer, siehst du deine Gänsehaut? Schließe dann deine Augen und stelle dir vor, wie es immer wärmer und wärmer wird, bis du irgendwann innerlich kochst. Öffne nun wieder deine Augen und konzentriere dich auf deine Unterarme. Fühlst du, wie warm sie sind? Und deine Beine? Glühen diese? Wenn alles geklappt hat, dann ist es beinahe so, als ob du einen Sonnenbrand hast.

Schließe nun deine Augen, entspanne dich und zählen dich wach. Es kann dich mehrere Hypnose-Sitzungen kosten, um tatsächlich das Gefühl dafür zu bekommen diesen Temperaturunterschied zu fühlen, aber sobald das gelingt, beherrschst du eine unglaublich praktische Fähigkeit, die du in deinem täglichen Leben einsetzen kannst. Ich persönliche halte normalerweise inne, wenn es mir besonders kalt oder heiß wird, um meine Körpertemperatur durch die Visualisierung dieser Anker zu regulieren. Kalte Füße hatte ich übrigens schon lang nicht mehr! =)

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Deine 14.Hypnose- bzw. Selbst-Hypnose-Sitzung:
„ECHTE“ Selbsthypnose Teil 5

Heute kommen wir zu der Sitzung, auf die die meisten wohl schon lange sehnsüchtig gewartet haben. Es scheint sich hierbei für die meisten meiner Hypnoseseminar-Teilnehmer um das faszinierendste Phänomen überhaupt zu handeln – und das mit Recht. Heute machen wir einen gewaltigen Schritt – einen Schritt in die Vergangenheit!

Stelle deinen Wecker auf 10 Minuten ein. Mache eine Schnelleinleitung und eine vollständige progressive Entspannung. Stelle dir, sobald du sicher bist, dass du ausreichend konzentriert und entspannt bist, die Szene vor, wie du heute Morgen aufgewacht bist. Du öffnest deine Augen, während du noch in deinem Bett liegst. Was siehst du? Schaue dich nun im Raum um und konzentriere dich dabei auf die Details. Was liegt auf dem Boden? Wie weit steht deine Schlafzimmertür offen?

Genieße den Augenblick, bis du dir sicher bist, dass du wirklich dort bist und lasse anschließend alles um dich herum dunkel werden. Mache nun eine Fallübung. Versetze dich, sobald du dich stabilisiert hast, in ein Ereignis zurück, das du Ungefähr vor einer Woche erlebt hast. Was siehst du? Wer befindet sich außer dir noch dort? Was geschieht? Lasse das Gesehene auf dich wirken. Erlebe alles noch einmal, jedes Detail davon. Zuerst mag es sich anfühlen, als ob du dich nur an das Geschehene zu erinnern versuchst, doch je mehr du dich in den Moment hineinversetzt, wirst du bald Dinge sehen, die du vollkommen vergessen hast. Es ist so ähnlich, wie wenn man versucht, jemandem die Einzelheiten eines Traums zu erzählen. Wenn du einen Anker finden kannst, scheinen sich die Details einzustellen, als würdest du alles erneut erleben.

Nachdem du zwei Kurzzeitregressionen erlebt hast, kannst du versuchen, in eine Zeit zurückzugehen (nach einer Fallübung und erneuten Konzentration), die etwas weiter zurückliegt, vielleicht zu deinem Abschlussball oder der Zeit deines Schulabschlusses. Suche dir an dieser Stelle einen Zeitpunkt aus, mit dem du noch vage vertraut bist. Suche nach Details, sobald du dich auf einen Punkt in deiner Vergangenheit konzentriert hast. Was hatte der Mann für Klamotten an? Welche Farbe hatte der Teppich? Auf je mehr Einzelheiten du dich konzentrieren kannst, desto besser. Versuche dabei aber nie zu analysieren, ob das, woran du dich gerade erinnerst auch wirklich wahr oder eben nicht ist!

LASSE ES EINFACH GESCHEHEN!

Erinnere dich einfach an die Dinge, als ob du sie noch einmal erleben würdest. Wenn du diese Hypnose-Übung richtig machst, gibt dir dein Unterbewusstsein unzählige kleine Details frei, die du schon lang vergessen glaubtest. Auch wenn es schwer zu glauben ist, aber das ein oder andere Verbrechen wurde durch genau diese Hypnose bzw. Selbsthypnose-Übung aufgeklärt!

Aber passe auf: Wenn du dich auf unerklärliche Weise vor einer Handlung oder einem Ereignis, fürchtest oder plötzlich große Sorgen aufkommen, verlasse diese Zeit und gehe einfach weiter zurück oder wache auf! Später kannst du, wenn du willst, Erkundigungen zu dieser Zeit einholen und herauszufinden, ob damals etwas Besorgnis erregendes vorgefallen ist (Rufe deine Eltern oder älteren Geschwister an). Spiele ein wenig mit dieser Hypnose- bzw Selbsthypnose-Technik. Vielleicht bist du in der Lage, ein Datum auszuwählen und dich an den jeweiligen Tag zurückzuversetzen.

Diese Hypnose-Übung hilft dir außerdem dabei, ein realistisches Bild deiner Kindheit zu bekommen, sofern du traumatische Erlebnisse vermeidest. Wenn du dich an eine unangenehme Situation erinnerst, die du verarbeiten möchtest, versuche tief einzuatmen und ganze Situation einzufrieren. Halte dann ein wenig inne, um die Kontrolle über deine Nerven zu bekommen und spüren anschließend, wie du aus deinem Körper austrittst. Schaue nun ohne jegliche Emotionen auf die Situation hinunter und sehe, wie jemand anders sie erlebt. Das Leben ist um so viel einfacher, wenn wir es vom Balkon aus betrachten. Wenn dir der Umgang mit dieser Situation dann immer noch schwer fällt, breche diese Hypnose ab und wecke dich auf. Versuche es an einem anderen Tag noch einmal und du wirst sehen, dass es mit jeder deiner Bemühungen einfacher wird.

An dieser Stelle möchte ich meine Hypnose bzw. Selbsthypnose-Sitzungen zu einem Ende bringen. Du hast unglaublich viel gelernt, kannst dich auf Knopfdruck entspannen, dir einheizen oder dich Abkühlen sowie in der Zeit zurück gehen! Wenn du diese Techniken beherrschst, hast du viele wundervolle Schritte in ein neues, wundervolles Leben gemacht. Wenn du weitere Anreize suchst und mehr über das Theme Hypnose und Selbsthypnose erfahren willst, kannst du mir gerne eine Mail schreiben und mich direkt befragen. (info@knehr-seminare.de)

Ich würde mich außerdem freuen, von deinen Erfahrungen mit der Hypnose bzw. Selbsthynose zu hören. =)

Zum Schluss möchte ich noch ein paar kleine Anmerkungen machen:

  • VERSUCHE NIE, EIN TRAUMA ALLEIN ZU BEHEBEN!
  • GEHE MIT SCHMERZEN VORSICHTIG UM!
  • VERSUCHE NIEMALS, SCHMERZEN ZU KONTROLLIEREN, WENN DU DIR NICHT VOLLKOMMEN SICHER BIST, DASS DU SIE VERSTEHST!
    ÜBE NICHT AN DEINEN FREUNDEN!!!
  • SEI AUSDAUERND UND BLEIBE IMMER AM BALL!
    MACHE ES DIR ZUR GEWOHNHEIT, DIE GRUNDZÜGE IN REGELMÄSSIGEN ABSTÄNDEN ZU WIEDERHOLEN!
    SCHREIBE DIR DEINE TRÄUME AUF!
  • ÜBE ZUSAMMEN MIT EINEM FREUND, NICHT AN EINEM FREUND!

 

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Kommentare (2)

  1. Hallo Volker,
    wo finde ich auf Deiner Seite den Einstieg in die Selbsthypnose? Bzw. hast Du über das „hypnotic selftalk“ auch einen Beitrag geschrieben?

    Herzliche Grüße
    Melanie

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