2. Juni 2014 vk.admin

Dein ganz persönlicher WM-Titel: Mit dieser Strategie Ziele finden und erreichen!

Ziele2

„Ziele sind das Lebenselixier der Menschen“ – Volker Knehr

Wenn ich in den letzten Wochen über ein Wort ganz besonders häufig gestolpert bin, dann ist es ganz sicher „Ziele“. Nein, ich rede jetzt nicht von den fadenscheinigen Zielen der Politiker, mit denen sie Stimmen gewinnen wollen, um  demnächst Europa unsicher zu machen. Ich spreche von sportlichen Zielen, bei denen es zwar um genauso viel Geld geht, die aber um einiges spannender sind.

Ich gebe zu, ich bin nicht der allergrößte Fußballfan, aber selbst ich kann mich dem ansteckenden WM-Fieber nicht gänzlich entziehen, und so verfolge ich – mit etwas Abstand, aber immer noch genug Sympathie – die deutsche Mannschaft auf ihrem Weg.

Was dabei sehr auffällig, ist: Wann immer man ein Interview mit Löw sieht, liest oder hört, ist von Zielen die Rede ist.

„Unser Ziel muss sein… „

„Wir haben uns das Ziel gesetzt…“

Löw und sein Team haben viele Ziele. Kurzfristige und langfristige Ziele. Ziele für jeden Spieler und jede Spielsituation- klar, meistens ist das Ziel dabei natürlich Tore schießen, oder Tore verhindern. Ich habe das Gefühl, es ist für viele Nationalspieler und auch für den Trainer so etwas wie ein Lebensziel die WM zu gewinnen, das ganz, ganz große Ding, für das es sich lohnt stundenlang auf dem Platz und im Fitnessstudio zu kämpfen. Das finde ich schon ziemlich beeindruckend. Auch wenn man sagen muss, dass der Anreiz von einer knappen halben Millionen Euro Siegprämie pro Nase jetzt auch nicht ganz unwichtig (kann man noch spezifizieren: auch recht verlockend) ist.

Bei dem ganzen Ziele-Palaver habe ich mich mal wieder nach den Zielen eines Menschen erkundigt, der mir sehr wichtig ist – bei mir.  Was habe ich  eigentlich noch für Ziele und sind sie vergleichbar mit denen des Bundestrainers? Was ist mein persönlicher WM-Titel? Was ist mein Auftaktsieg?

Und ich gebe zu, auch wenn mir die Frage, nach dem WM Titel eigentlich egal ist, so haben mir diese Gedanken an den fokussierten Löw und seine zielstrebigen 23 Mann doch mal wieder die Augen geöffnet. Wir Menschen brauchen Ziele, ohne die wäre ich schon lange vor Langeweile und Antriebslosigkeit gestorben und Deutschland bei keiner WM-Endrunde mehr dabei. Ziele sind das Lebenselixier unseres Daseins, könnte man pathetisch sagen – und ich bin mal kurz so pathetisch.

Worauf ich aber eigentlich hinaus will ist: Weil ich mir dank Löw wieder neue Ziele gesetzt habe – die einen kurzzeitig, die anderen langfristig – habe ich gedacht, warum nicht mal wieder eine kleine Ziele-Lehrstunde geben. Denn wenn ich eines bei meinem Seminar gelernt habe, dann das die meisten Menschen Ziele als beängstigend empfinden und sich allein aus Furcht vor den Aufgaben, die da warten lieber gar keine Ziele mehr setzen. Oder ein Ziel eben im Alltagsrauschen untergeht. Damit genau das nicht passiert, begeben wir uns mal auf die Suche nach deinem WM Titel. Nach deinem ganz persönlichen Lebensziel. Egal ob beruflich, oder privat.

[divider_thin]

Ziele – beruflich und privat

Okay, ich kann dir nicht dabei helfen, deine Ziele zu finden (gut könnte ich schon, aber dann wäre es mein Ziel und nicht deins). Ziele kommen von innen und drücken sich meist durch ein positives Gefühle aus, das immer dann auftaucht, wenn man daran denkt wie schön es wäre, wenn man das Ziel schon erreicht hätte. Frag mal den Lahm, oder den Klose, die können dir bestimmt ganz genau beschreiben wie unglaublich toll es sich anfühlt, den Pott in die Höhe zu halten. Die arbeiten nämlich mit Psychologen und Motivationstrainern zusammen, die genau das predigen. Stichwort: Stelle dir in tausend Details vor wie es sich anfühlt das Ziel schon erreicht zu haben“. Visualisiere deine Ziele, aber das nur am Rande.

Übrigens: Ein Ziel ist immer etwas, das du selbst in der Hand hast, das du also aus eigener Kraft schaffen kannst. Du kannst dir nicht zum Ziel setzen nächste Woche wieder mit deinem oder deiner Ex zusammen zu sein. Das kannst du dir wünschen, aber erzwingen kannst du das nicht, das liegt nicht in deiner Hand. Dein oder deine Ex entscheidet, du kannst nur alles dafür tun, dass die Wahrscheinlichkeit höher wird. Wenn wir also heute von Zielen sprechen, dann denke immer daran, dass du deine Ziele auch wirklich selbst erreichen können musst!

Schauen wir uns also mal an, wie eine Strategie aussehen könnte, die dich deinen Zielen wirklich näher bringt. Diese steht zwar in keinem Fußball-Lehrbuch, das eine oder andere könnte sich so aber auch in Joachims Löw persönlichem Ziele-Buch wiederfinden.

[divider_thin]

GROW –  oder „lass deine Ziele wachsen“

GROW so heißt sie also die Strategie, die dir dabei helfen soll, deine Ziele ein für alle Mal zu erreichen und nicht wieder auf die Schnauze zu fliegen.  Zuerst mal zum Thema Strategie. Eine Strategie klingt jetzt vielleicht für den ein oder anderen zu verkopft und einengend, aber keine Sorge hier kommen keine Allsätze ins Spiel, und strategisch zu arbeiten hilft eben dabei, das Ziel nicht als gigantisches Konstrukt an Hindernissen und Stolpersteinen zu sehen, sondern als Berg der nach und nach, etappenweise bestiegen werden kann. Wie gesagt vor dem WM Titel warten erst mal 3 Gruppen, sowie K.O.-Spiele.

Schauen wir uns mal an wofür dieses GROW überhaupt steht. Wie du dir denken kannst, ist GROW eine Abkürzung. Und zwar für

G: Goal (Ziel)
R: Reality (Wirklichkeit)
O: Options (Möglichkeiten)
W: Will (Wille)

Diese vier Bausteine sind essentiell wenn du ein  Ziel erreichen willst, das wirst du immer wieder merken.  Das Ziel ist also nur ein Baustein. Was hinter den anderen Begriffen steckt, schauen wir uns jetzt mal genauer an.

[divider_thin]

1. G  wie ganz große Ziele

Fangen wir mit dem G an. Das G steht hierbei für das englische Goal (das Ziel, das du dir gesetzt hast und erreichen möchtest). Um herauszufinden, welche Ziele du jetzt angehen solltest, beantworte dir folgende Fragen. Mit beantworten meine ich übrigens schriftlich beantworten.

  • Was genau ist mein Ziel?
  • Was wünschst du dir mehr als alles andere?
  • Was will ich unbedingt erreichen? Langfristig? Kurzfristig?
  • Welches Ereignis möchte ich am Ende erreicht haben?
  • Welches Ergebnis habe ich, wenn ich das Ziel erreicht habe?
  • Woran merke ich, dass ich das Ziel erreicht habe?
  • Wie werde ich wissen, dass ich das Ziel erreicht habe? Woran messe ich das Ergebnis?
  • Welchen Zeitraum gebe ich mir und wann möchte ich das Ziel erreicht haben?

Wie so oft im Leben ist es auch beim Zielesetzen und Zieleerreichen das Wichtigste einen klaren Plan zu haben. Es geht dabei ja nicht nur darum, Ziele zu finden, sondern auch zu erkennen, wann man es geschafft hat sowie wofür und warum.

[divider_thin]

2. R wie Realität

Jetzt geht es darum herauszufinden, wo du aktuell stehst, und was deine Wirklichkeit (R wie Reality) im Moment umfasst. Diese Bestandaufnahme ist natürlich immer dann wichtig, wenn es darum geht, etwas zu ändern. Nur wer weiß, was aktuell noch fehlt, kann die Lücke auch schließen. Wer bist du jetzt? Wo willst du hin und was fehlt dir dafür noch?

  • Wie sieht meine aktuelle Situation (in Bezug auf meine Ziele) konkret aus?
  • Kann man das Erreichen der Ziele beeinflussen?
  • Welche meiner Stärken bringt mich meinen Zielen näher und welche Schwächen  treiben mich wieder weg?
  • Habe ich bis jetzt irgendwas unternommen um meinen Zielen näher zu kommen und wenn ja, was hat davon auch wirklich funktioniert?
  • Was fühle ich, wenn ich an meine Ziele denke?
  • Gibt es Menschen, die mich unterstützen können? Welchen Nutzen hätten diese?

Traue dich ruhig genauer hinzusehen um deine aktuelle Startposition auszumachen. Was noch nicht gut ist, kann ja noch werden!

[divider_thin]

3. O wie Optionen für deine Ziele

Da fällt mir der Spruch ein, „wer nur eine Option hat, der hat keine andere Wahl.“ Stimmt. Nach dem du dein Ziel bestimmt und deine Startposition festgelegt hast, geht es jetzt darum, zu überlegen wie das Ganze denn überhaupt klappen kann. Du hast nun viele „Options“, also Möglichkeiten, wie du das Ganze angehen kannst. Das kann dich entweder erschrecken oder dir Mut machen, ganz wie du willst. Es geht darum dir selbst Möglichkeiten zu erschaffen, die dich deinen Zielen näher bringen. Sorge dafür, dass die Voraussetzungen stimmen. Wenn du abnehmen willst, dann weg mit dem Zucker, wenn du mehr Geld verdienen willst, dann weg mit dem Kleinbeigeben. Nur wer sich Möglichkeiten schafft, wird sein Ziel auch erreichen, alle anderen wundern sich dann, wenn sie scheitern oder aufgeben müssen, weil sie immer wieder nur ein und denselben Weg probiert haben.

Auch hierzu kannst du dir wieder die eine oder andere Frage stellen:

  • Welche Möglichkeiten gibt es an die Sache heranzugehen?
  • Welche Möglichkeiten sehe ich sofort?
  • Was würde ich tun, wenn ich mehr Zeit und Geld hätte?
  • Welche Möglichkeit brächte ein gutes, welche ein schnelles Ergebnis?

Merke: Wer nur eine Möglichkeit hat, der hat keine Wahl. Wer sich zwei Möglichkeiten schafft, hat eine Wahloption. Und wer mehr als zwei Möglichkeiten sieht, dem steht die Welt offen. Mehr ist also auch wirklich mehr!

Wenn dir nichts einfällt, dann frage nach Rat. Es gibt bestimmt Menschen, die dir helfen können. Sei nicht scheu und vor allem gebe nicht auf, nur weil du gerade einen unkreativen Moment hast. Arbeite mit Mindmaps, recherchiere was das Zeug hält und denke immer daran wie schön es sein wird, wenn alles geschafft ist!

[divider_thin]

4. W wie Willensstärke für deine Ziele

Ich gebe es zu, es ist eines meiner Lieblingsthemen, Willenskraft oder Willensstärke. Nur die harten kommen in den Garten, sagt man so schön. Und nur die, die am Ball bleiben und Ziele nicht aus den Augen verlieren, können am Ende als Sieger vom Platz gehen. So einfach ist das. Und was heißt das jetzt für dich?

Du hast Möglichkeiten, mit denen du deine Ziele erreichen kannst, gefunden und musst jetzt vor allem eines tun: Die Möglichkeiten durch Handlungen real werden zu lassen. Und das macht man am besten mit einem Masterplan, oder? Schreibe auf, Was von Wem und Wann gemacht werden muss. Schreibe jeden kleinen Schritt auf, den du unbedingt tun musst, um deine privaten oder beruflichen Ziele zu erreichen!

Frage dich:

  • Warum will ich ausgerechnet diese Ziele erreichen?
  • Wie hoch ist mein Willen, meine Ziele zu erreichen? (Von 0 bis 10)
  • Warum vergebe ich nicht die 10?
  • Wie kann ich an die 10 rankommen? Was motiviert mich?
  • Welche Option/Optionen wähle ich aus?
  • Welchen Plan B habe ich?
  • Wer kann mir helfen?
  • Welche Etappenziele habe ich?
  • Wann habe ich mein Ziel erreicht?
  • WANN mache ich den ersten Schritt?

Du kannst dir das GROW-Prinzip eigentlich wie ein Navi im Auto vorstellen: Was braucht man da zuerst? Genau ein Ziel (Goal)! Und was macht das Navi dann? Genau es ortet deine aktuelle Position (Realitiy). Danach sucht es nach verschiedenen Routen, die dich zu diesem Ziel führen könnten (Options). Wenn es clever ist, umgeht es dabei sogar Staus und andere Hindernisse. Zu guter Letzt stellt sich nur noch  die Frage WELCHES der beste Weg ist, WER das Auto fährt, WANN diese Person das Auto in Bewegung setzt usw. (Will). Leuchtet ein, oder?

Ich weiß, manchmal muss man sich selbst mal wieder in den Hintern treten und seine Ziele neu justieren. Aber genau dafür machen wir das ja heute, und dass du das alles gelesen hast, bringt dich deinen Zielen schon ein gewaltiges Stück näher.

 

Kommentare (2)

  1. Franz Polster

    Bisher dachte ich immer:
    das Ziel auswählen, durch Mentaltraining ins Unterbewußtsein programmiern und dann loslassen. Beim Mentaltraining ist doch der Weg uninteressant, der Weg ergibt sich durch die Programmierung. Liege ich da falsch mit den bisherigen Infos?

    • Volker Knehr

      Hallo Franz, deine Frage finde ich sehr interessant. 🙂
      Wenn deine Strategie funktioniert, hat sich die Frage bereits erledigt und geklärt, dann passt alles und es gibt keinen Grund, etwas zu verändern oder über eine andere Idee nachzudenken. Wenn nicht, hat sich die Frage auch erledigt, denn dann scheint an deiner Idee irgendetwas zu fehlen. Wie du siehst, beantwortet sich die Frage (fast) von selbst. 🙂

      Theoretisieren ist nicht so mein Ding. Bei mir zählt nur, was faktisch wirkt.

      Wenn du Lust hast (und deine Methode nicht funktioniert), dann besuche mal unsere Mastertraining, dort vermitteln wir eine Methode, mit der du deine Ziele mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90% erreichst.
      http://www.iks-mastertraining.de

      Die hier vorgestellte Methode alleine kann das definitiv nicht leisten. Das ist guter Anfang!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.