15. März 2011 vk.admin

5 Gratis-Email-Programme im Test

Gratis-Email-Programme

Sie ist aus unserem heutigen digitalen Leben kaum mehr wegzudenken – die E-Mail. Nachrichten, Dateien, Bilder, Audiodateien und Videos müssen innerhalb kürzester Zeit von einem Rechner auf den anderen übermittelt werden. Als Werkzeug dafür stehen uns hunderte von E-Mail Programmen zur Verfügung.

Die Pole Position unter den E-Mail Programme hält seit Jahren das Microsoft Outlook inne. Kaum ein Programm ist so vielseitig und einfach zu bedienen, wie der Office Klassiker. Leider ist auch kaum eines so beliebt bei Viren und anderen Bösewichten aus dem Netz. Deshalb müssen Alternativen her, die ihrem übermächtigen Microsoft-Kontrahenten alle eines voraus haben sollen – sie müssen kostenlos sein.

Heute wollen wir dir 5 Email-Programme vorstellen, die wir mal etwas genauer unter die Lupe genommen haben. Angesichts der ungeheuren Spam-Fluten die unsere Email-Postfächer ständig überlasten, macht es Sinn, mehrere Email-Adressen zu haben, die dann im Spam-Notfall auch rasch wieder gelöscht sind.

Hier schon mal ein wichtiger Tipp:
Nutze eine Mail-Adresse für Freunde und Bekannte, und mindestens eine weitere Email-Adresse für Online-Shopping, Newsletter, oder ähnliches. So kannst du Spam sofort abstellen, wenn die wieder einmal das Postfach überläuft.

Hier nun 5 der bekanntesten Gratis-Email-Accounts mit Ihren Stärken und Schwächen …


1. Web.de


Die Startseite des kleinen Bruders von GMX.net (beides Dienste der United Internet AG) fällt vor allem durch eines auf: Nachrichten (mehr Klatsch und Tratsch als Weltpolitik) sowie großflächige Werbebanner. Die fortlaufend aktualisierten Meldungen sind ein netter Service, die Werbung jedoch eher nervend. Doch eines sei gleich gesagt: kostenlose Anbieter finanzieren sich eben nur durch diese Anzeigen und wer E-Mails für umme verschicken will, muss leider in diesen sauren Apfel beißen.

Doch nun zu den wichtigen Dingen. Den Inhalten. Durch die unübersichtliche News-Dichte auf der ersten Seite verkommt das Email-Programm leider zur Randnotiz. Links oben findet man nach einigem Suchen jedoch den „Free-Mail Button“, mit dem man sich dann endlich anmelden kann. Die Registrierung ist sehr einfach gehalten und in nur vier Schritten zu bewältigen.

Zuerst werden die persönlichen Angaben , dann der gewünschte E-Mail Namen erfragt, auf die Eingabe des Passworts folgt anschließend die Sicherheitsabfrage. Die letzte Hürde stellt dann nur noch die Bestätigung der AGB’s dar. Nach gut drei Minuten kann man dann theoretisch mit seinem neuen Web.de Mailkonto loslegen. Doch Web.de hat noch einen kleinen Werbe-Falle eingebaut. Denn neben der Willkommenszeile erscheint nach dem anmelden auf dem kompletten Screen eine große Werbeanzeige, die man als solche aber erst noch enttarnen muss. So wirbt der Anbieter sofort für sein Premium Paket, das mehr Speicherplatz und weitere Premium Funktionalitäten verspricht.

Im sichtbaren Bereich sieht man lediglich der Button „Alle Extras jetzt freischalten“. Wer diesen Trick jedoch durchschaut, scrollt sich nach unten. Denn hier erscheint ganz klein die Schaltfläche „Weiter zum Postfach“. Die Benutzeroberfläche im Postfach ist hingegen sehr übersichtlich strukturiert und gehört zu den wenigen Pluspunkten. Denn die erste Freude verfliegt beim MB-haltigen Mail versenden schon sehr schnell. Gerade mal 4 MB können einer Nachricht hinzugefügt werden. Das reicht zwar für Textdateien, bei Bildern oder gar Videos ist das absolut zu wenig. Doch damit nicht genug.

Der nächste negative Hammer wartet schon hinter der nächsten Ecke. Die Kapazität des Freemail-Postfach ist mit gerade mal 12 MB komplett ausgelastet. Das ist nicht nur nervig, sondern auch schlicht und ergreifend veraltet. Auch der Service ist mehr als mangelhaft. Web.de besitzt zwar eine Hotline mit 0900er Nummer, jedoch bekommt man dabei keine menschliche Stimme an die Strippe. Auch eine Mail ans Service Center bleibt unbeantwortet. Kurz: Wer wenig Speicherplatz benötigt und jeder Zeit über die neusten Ereignisse informiert werden will, ist mit Web.de gut bedient. Für alle anderen heißt es nach Alternativen suchen.

Zur Homepage: www.web.de


2. Google Mail

 

Das ebenso schlicht wie übersichtliche E-Mail Programm des Suchmaschinenriesen findet man am Besten über die Google.de Suche. Auch die Anmeldung ist einfach und klar gestaltet. Kein Schnick Schnack, sondern nur ein Anmeldeformular, dass sich in wenigen Minuten kinderleicht ausfüllen lässt. Nach Eingabe von Vor- und Nachnamen, sowie dem gewünschten Anmeldenamen prüft Google Mail die Verfügbarkeit und macht Vorschläge für einen Nutzernamen. Nach der Eingabe des Passworts kann es losgehen.

Der große Vorteil des Google Mail Programms ist der ansehnliche Speicherplatz. Die Obergrenze für Dateianhänge mit 25 Megabyte pro Mail und 7,5 GB Postfach Speicher kann sich für ein kostenloses Programm absolut sehen lassen. Auch das Postfachmenü ist übersichtlich strukturiert und bietet mit Spam-Schutz, Signaturen, Abwesenheitsnotizen, Weiterleitungen, Filteroptionen sowie Adressimporten aus anderen Webmail-Konten viele hilfreiche Features. Abzüge gibt es jedoch in Sachen Service.

Eine Telefon-Hotline sucht man vergebens. Hilfe bekommt man ausschließlich über ein Forum. Das heißt Nutzer stellen Fragen und andere Nutzer oder Google-Mitarbeiter antworten. Wer jedoch schnelle Antworten auf individuelle Fragen sucht, dürfte Probleme bekommen. Dennoch ein schönes Programm mit viel Speicherplatz und hilfreichen Features. Jedoch geht es natürlich immer noch besser!

Zur Homepage: www.googlemail.de


3. Yahoo! Mail


Man merkt Yahoo Mail die große Erfahrung an. Mit über 15 Jahren im Business gehört der Internet-Dino zu den Email-Pionieren, der im 21 Jahrhundert aber immer noch ein Wörtchen mitreden kann. So wirkt die Startseite alles andere als altbacken und bietet unter anderem für Musik-, Kino- oder Autofans sowie Profi Fotographen ein umfangreiches und vor allem spannendes Angebot. Die Anmeldung zum Konto ist wie bei den meisten Programmen einfach und intuitiv.

Der erste Kritikpunkt stellt jedoch die offensichtliche Werbung dar, die fast jeden Tag ins Postfach flattert. Das ist zwar nervig, belastet dabei aber den Speicher nicht. Denn Yahoo! Mail hat gegenüber vieler seinen Konkurrenten einen wahnsinnig großen Vorteil: den unbegrenzten Postfach-Speicher, der Gedanken über „Löschen“ oder „Behalten“ vergessen macht. Auch Dateianhänge von bis zu 25 MB spielen in der ersten Liga mit und wissen zu gefallen. Leider ist der Service auch bei Yahoo eher Mangelware. Eine Hotline existiert nicht, Fragen per Mail werden jedoch zügig beantwortet.

Zur Homepage: www.yahoo.de


4. T-Online

Viele werden sich fragen, was denn der Internet Dienst des Bonner Telekommunikationsriesen in einer Liste kostenloser Mail-Programme zu suchen hat. Denn lange Zeit gab es diesen Dienst nur für Bezahl-Kunden. In den magentafarbenen Genuss kann jetzt aber auch Otto Normaluser kommen – Wenn er sich denn durch den Info-Dschungel auf der T-Online Seite bis zum Mail-Dienst durchgeschlagen hat. Ähnlich wie bei Yahoo! findet man die Navigation auf der rechten oberen Leiste.

Die Anmeldung ist wie gewohnt sehr benutzerfreundlich gestaltet, sodass man auch beim „Rosa Riesen“ schnell mit dem Mail-Versand loslegen kann. Mit 50 MB Dateianhänge macht das auch richtig Spaß. So lässt sich zum Beispiel ein komplettes Musik Album verschicken oder kleine Filme an den Mann oder die Frau bringen. Der Gesamtspeicher von 1 GB ist guter Durchschnitt und lässt stressiges Löschen einige Zeit hinausschieben.

Einziger Nachteil des T-Online Programms ist die Werbung, die sich regelmäßig ins Postfach verirrt. Aber wie eingangs erwähnt, kostenlose E-Mail Programme finanzieren sich eben über diese Flächen. Wer damit zu Recht kommt, dürfte im T-Online Dienst einen zuverlässigen Partner gefunden haben.

Zur Homepage: www.t-online.de


5. GMX

Unser Gewinner GMX.net, der mit einer Fülle von Optionen, Speicherplatz von 1 GB, Dateianhängen von 20 MB, strukturiertem Aufbau und kompetentem Service auch per Telefon glänzt, wollen wir nun Schritt für Schritt vorstellen.

1. Startseite:

Schon beim Betreten der Seite fällt der große Kasten im oberen linken Bereich auf, mit dem man sich sofort anmelden kann. So bleibt der Login immer nur einen Klick entfernt auch wenn GMX mit vielen Shopping-, Info und Unterhaltungsmöglichkeiten bereithält und diese auch breitgefächert anbietet.

2. Anmelden:

Über den „Freemail-Login-Button“ kann man sich sowohl anmelden als auch einloggen.
Ein Klick auf „Kostenlos anmelden“ und schon wird man umgehend auf die erste Informationsseite weitergeleitet, die die verschiedenen Angebote einer kostenlosen GMX Email Adresse übersichtlich aufzeigen.

Nachdem man sich umfassend informiert und überzeugt hat, klickt man auf den grünen „kostenlos anmelden“ Button in der Mitte.

 

Im nächsten Fenster folgt nun das eigentliche Anmelden, bei dem man seine persönlichen Daten, Email Wunschadresse, Passwort und Captcha (Worteingabe zum Test ob Mensch oder Maschine) in das vorgefertigte Formular einfügen muss. Mit einem Klick auf den grünen Kasten „Ich stimme zu. Jetzt E-Mail Konto anlegen“ gibt automatisch das OK für die AGB’s und meldet sich bei GMX an.

 

Jetzt erscheint jedoch nicht die Startseite des Email-Kontos, sondern eine Werbeseite, die einem Angebote von GMX Partner anbieten. Doch wollen die meisten in diesem Moment nur Email verschicken und weder die „Financial Times“, noch die „Bild“ kennen lernen oder die „Master Card“ anfordern wollen. Wenn einem diese Angebote also nicht zusagen, kommt man über den „Weiter ins E-Mail Postfach“ rechts oben auf die nächste Seite.

 

Leider sind wir trotz vollmundiger Ankündigung immer noch nicht in unserem Mail Postfach, sondern auf einer weiteren Info-Seite. Diese ist aber durchaus hilfreich, denn neben der Email Adresse erscheint hier auch die Kundennummer, die man sich sofort ausdrucken kann. Ganz ohne Werbung kommt auch diese Seite leider nicht aus. Unter dem Slogan noch mehr Freemail zum Nulltarif kann man sich 10 Frei-SMS pro Monat sichern, indem man auf den Button „Jetzt aktivieren“ klickt. Ein netter Feature für alle Handy-User ohne Flatrate. Weiter unten auf der Seite kann man angeben, wie man auf die Seite aufmerksam gekommen ist und findet anschließend Tipps zum Einloggen auf GMX. Hat man diese Hürden übersprungen, kommt man durch einen weitern letzten Klick auf „Jetzt ins E-Mail Postfach“ letztendlich auf die GMX Startseite.

 

3. E-Mail Schreiben
Nach dem man sich die drei ungelesenen E-Mails, die dem neuen User hilfreiche Tipps mit auf den Weg geben, durchgelesen hat, kann man sich sofort ans E-Mail versenden machen. Hierfür finden sich zwei Möglichkeiten. Entweder der Klick auf „Email“ und anschließend auf „E-Mail schreiben“ (links oben) oder der Klick auf „schreiben“ in der Mitte der Seite neben dem Briefsymbol.

 

Jetzt kann man den Absender unter „An“, sowie den Betreff einfügen. Wenn die Nachricht an weitere Empfänger gesendet werden soll, hilft der Klick auf CC/BCC. Im großen weißen Feld hat es dann genügend Platz und Zeichen für den Text. Natürlich lassen sich auch vorgeschriebene Texte einfügen.

Dateianhänge haben ihren Platz unter dem weißen Kasten. Ein Klick auf „durchsuchen“ und ein Browserfenster öffnet sich, in dem man die gewünschte Datei auswählen kann. Jetzt noch auf Hochladen klicken und schon heftet die Datei an der Mail. Diesen Vorgang kann man so lange wiederholen, bis die zulässige Datenmenge von 25 MB erreicht ist.
Ein letzter Klick auf Senden und die Nachricht ist Sekunden später im Postfach unseres angegeben Empfängers.

Das Ausloggen Symbol findet man auf GMX übrigens rechts oben. Ein Pfeil der auf eine Tür zeigt sichert unsere Daten und bringt uns ohne Zwischenfälle wieder zurück in die atemberaubende Vielfalt des World Wide Web.

Zur Homepage: www.gmx.net


Zum Abschluss noch eine kleine Zusammenfassung, die beim Auswählen des ganz persönlichen Lieblingsanbieters helfen kann.

 


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Kommentare (2)

  1. Lampe

    Hallo, nicht einverstanden. Leider.
    Ich suche ein Mailprogramm, mit dem ich offline arbeiten kann.
    Außerdem soll es die Möglichkeit haben, mehrere Postfächer in einer Sitzung abzurufen und erst nur die Adresse und Header zu zeigen, damit man Spam nicht erst runterladen muß, um es dann zu löschen. Direkt auf dem Server Spam löschen und erwünschtes runterladen.
    Welches ist dieses Programm, falls es das gibt?
    Gruß Oli

  2. orthos007

    Wenn ich hier lese: „5 Gratis-Email-Programme im Test“, dann erwarte ich auch, dass Programme gestestet werden und nicht wie hier Email-Dienste oder Email-Provider.
    Einerseits wird alternativen zu Outlook gesprochen, andererseits werden die Begrifflichkeiten durcheinander geworfen:
    „Heute wollen wir dir 5 Email-Programme vorstellen..“
    „Hier nun 5 der bekanntesten Gratis-Email-Accounts“
    Programme werden hier aber nicht besprochen.

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