27. September 2011 vk.admin

Ankern auf Teufel komm raus! Mit diesen Tipps schaffst du es, dich in Sekunden zu stärken und in einen Top-Zustand zu bringen!

ankern

Du gehst, sitzt, liegst, rennst oder fliegst ohne an etwas besonders Böses oder Gutes zu denken und dann, du weißt erst gar nicht warum, fühlst du dich durch eine einzige Situation, ein Lied, ein Bild, einen Duft urplötzlich um Welten besser. Dir huscht ein Lächeln über die Lippen, du fühlst diese innere Wärme, dir gelingt plötzlich alles, du bist selbstbewusst und gehst gestärkt durch ungeliebte Momente.

Beschwingt durch diesen einen kurzen Reiz denken und fühlen wir uns für Minuten, Stunden oder manchmal auch Tage einfach besser. Doch was genau passiert in so einen Moment mit uns? Wir haben völlig unbewusst einen Anker gesetzt – einen Kippschalter umgelegt!

Was ist ein Anker?

Ein psychischer Anker tut im Grunde nichts anderes als ein Schiffsanker! Er hält uns für eine gewisse Zeit fest (der eine in einer Emotion, der andere an einem Ort) und fokussiert uns somit auf einem ganz bestimmten, sicheren Punkt.

Der Unterschied: Der Schiffsanker hilft uns nicht dabei, auch die schwierigsten Aufgaben stark und voller Mut zu meistern.

Psychologen beschreiben einen Anker als einen, an bestimmte Erfahrungen gekoppelten Sinneseindruck, der einen besonders emotional intensiven Zustand auslöst. Das bedeutet nichts anderes als, wenn wir morgens aufstehen und einen Song im Radio hören, der uns unglaublich gut gefällt und uns glücklich macht, dass wir dann unbewusst einen Anker setzen. Er berührt uns emotional und bewegt etwas in uns. Unsere Gedanken und Gefühle werden angeregt und wirken sich positiv auf unser Wohlbefinden aus – und das merkt sich unser Unterbewusstsein. So erinnern wir uns, immer wenn wir diesen Song wieder hören, an das erste Mal und an das Gefühl, das wir genau in diesem Moment hatten.

Und das Beste daran:

Alles kann ein Anker sein. Der Duft eines Parfüms der dich einst bei einem Rendezvous verzauberte, eine Berührung, ein Geräusch, ein Gedanke, eine Sirene, … Diese unterbewusst programmierten Reaktionen ermöglichen uns den sofortigen Zugriff auf unsere Erfahrungen. Im besten Fall sind diese positiv und stärkend.

Jeder Mensch hat solche Anker. Natürlich lösen sie alle andere Gefühle aus und sind für jeden Menschen verschieden. Ich arbeite und unterrichte seit vielen Jahren solche Ankertechniken und hatte dabei immer eine Vision:

Wäre es nicht toll, Herr seiner Anker zu sein und nicht ewig lang auf einen zufälligen Moment des Glückes warten zu müssen. Wäre es nicht toll, sich seine Laune auf Knopfdruck, durch den bewussten Einsatz eines Ankers zu verbessern?

Die Gute Nachricht für mich: Die Vision wurde Realität.

Du gute Nachricht für dich: Du bist nur ein paar Zeilen davon entfernt, die Techniken kennen zu lernen! J


„Der Doppelte Poldi!“

Wer sich etwas mit der Bundesliga und der Nationalmannschaft auseinander gesetzt hat, dem wird eines aufgefallen sein: Der Kölner Junge und Instinktfußballer Lukas Podolski ist im Trikot mit dem Adler auf der Brust eine unglaublich starke Bank, auf die man sich immer verlassen kann. Für die Nationalmannschaft erzielte er die wichtigsten Tore bei den größten Turnieren und war immer dann am stärksten, wenn der Druck am höchsten war. Doch wenn man auf der anderen Seite den Bundesligakicker Podolski betrachtet, stellt man eines fest: Sowohl im Trikot des F.C. Bayern als auch des F.C. Köln kam und kommt er nicht annähernd an die starken Leistungen heran, die er im DFB- Dress zeigt. Liegt es an den Mannschaftskameraden, am Trainer? Vielleicht! Jedoch gibt es noch einen ganz anderen, viel schwerwiegenderen Grund, für diesen unübersehbaren Leistungsunterschied.

Lukas Podolski hat einen Anker gesetzt! Und zwar genau in dem Moment, in dem er die Nationalhymne hört. Er erinnert sich an seine großen Spiele und Tore, bei Welt- und Europameisterschaften. Er fühlt sich jetzt stark,  unbesiegbar und geht mit einer ganz anderen Einstellung,  als vor einem Bundesligaspiel in diese Partie.

Dieses Beispiel zeigt, wie wertvoll Anker sein können und wie stark sie unser Leistungsniveau beeinflussen können.

Doch genug mit den Geschichten anderer. Es ist an der Zeit seine eigenen Anker zu erkennen und dann bewusst zu setzten.


Wie du erfolgreich Anker installierst!

Um einen Anker installieren zu können, müssen wir uns erst einmal klar machen, welche Reize in uns überhaupt welche Emotionen auslösen. Wir müssen unsere ganz eigene „Nationalhymne“ finden. Gibt es Situationen, die dich berühren und stärken? Welcher Duft, welches Lied, welcher Gedanke macht dich glücklich? Wann kommen diese positiven Gefühle in dir auf?

Aufgabe: Schreibe 5 positive Anker auf einen Zettel und halte daran fest!

Jetzt musst du entscheiden welchen Sinneseindruck, du mit einem entsprechenden Gefühl verbinden willst! Zum Beispiel, ich sehe einen Fußball und erinnere mich, wie ich damals in der Jugend das entscheidende Tor zur Meisterschaft geschossen habe, oder ich trinke ein Glas Wein und denke an das erste Treffen mit meiner jetzigen Frau. Natürlich will ich hier niemanden zum Trinken animieren, aber ich denke, der Grundgedanke wird anhand dieses Beispiels deutlich. Spüre einen Sinneseindruck und verbinde ihn mit einem Gefühl!

Natürlich haben wir nicht immer einen Fußball oder ein Glas Wein parat. Deswegen müssen wir lernen physische Sinneseindrücke zu kreieren, die wir mit einem Gefühl kombinieren. Wie etwa das in die Händeklatschen (Fühlen) kombiniert mit dem Ausruf JA! (Hören). Wenn wir diese Aktion mit einem positiven, motivierenden Gefühl verbinden, haben wir den ersten ständig abrufbaren Anker gesetzt. Ganz einfach und völlig umsonst!

Anfangs sind physische Reize am einfachsten und wirkungsvollsten.

Beispiele:

  • Das kraftvolle Ballen der Faust
  • Der Druck des Daumens und Zeigefingerns auf das Handgelenk
  • Das dynamische Schlagen der Hand auf die Brust

All das können Sinneseindrücke sein, die kombiniert mit einer Emotion zu Ankern werden können!

Wichtig: Der Anker muss von unserem Unterbewusstsein sofort identifiziert werden. Normales Händeschütteln reicht da meist nicht aus. Wir müssen etwas Besonderes finden, das häufig wiederholt und mit den richtigen Gedanken kombiniert erst zum Anker werden kann.


Wann setzte bzw. aktiviere ich einen Anker?

Wie gerade gelernt erinnert uns ein Anker an ein positives Gefühl, das wir irgendwann einmal hatten. Wir können den Anker also an einen positiven Moment setzen, in den wir uns dank fester emotionaler Verankerung immer wieder zurückbeordern können. Wir spicken unser Leben also so mit positiven Ankern. Es ist übrigens auch möglich sich eine Situation nur vorzustellen. Für unser Gehirn ist das unerheblich. Denn: Dran gedacht ist wie gemacht!


Im Sog des Ankers

Wir sind nun mitten in einem positiven Gefühl: Kurz bevor die Emotion am intensivsten ist, musst du den Anker fest an dich ziehen. (z. B. durch das Ballen der Faust). Verstärke den Druck bis zum Höhepunkt des Gefühls. Somit ist eine Verschmelzung deines Gefühls mit dem Anker entstanden.

Je häufiger du diesen Vorgang wiederholst, desto stärker und besser funktioniert dein Anker. Natürlich nützt sich ein Anker auch nicht ab, sondern wirkt mit der Zeit immer besser!

Wichtig: Du musst deinen Anker immer auf dieselbe Art und Weise auslösen, da er sonst nicht funktioniert! Wenn du die Wirkung deines Ankers erhören willst, kannst du ähnliche Gefühle auf demselben Anker stapeln.

Natürlich kann ein Anker nur dann funktionieren, wenn er für dich ganz persönlich stimmig ist und dein Körper mit einbezogen wird.

Mit diesem Wissen über Anker und ihre Wirkung kannst du dich zu jeder Zeit in einem guten Zustand bringen. (Natürlich ist es vor Präsentationen, Prüfungen oder anderen kniffligen Momenten am sinnvollsten)


Der negative Anker

Natürlich gibt es, wie an jeder tollen Sache, auch einen Haken. So setzen wir über die Jahre nicht nur positive sondern auch negative Anker. Es gibt Anblicke, Geräusche, Berührungen, Geschmäcker, Gerüche mit denen wir schlechte Erfahrungen und Emotionen verbinden. Schreibe deswegen auf welche negativen Sinneseindrücke bei dir sofort negative Gefühle auslösen. Gehe diesen Ankern dann bewusst aus dem Weg und gib ihnen somit keinen Nährboden!

Es kann sein, dass das einfache Meiden keinen Erfolg bringt und die Anker trotzdem immer weiter wirken. In diesen Momenten solltest du dir folgende Fragen stellen:

  • Muss ich mich jetzt automatisch so schlecht fühlen?
  • Welches Gefühl würde ich viel lieber in mir tragen?

Notiere dir dann drei bis vier positive Anker, die bei dir wünschenswerte Gefühle auslösen und die du in diesen negativen Momenten abrufen kannst.


Der 500 € Trick!

Ein letzter Anker-Trick zum Schluss:

Es gibt einen sehr wirkungsvollen Anker, der zwar Mut erfordert, aber unglaublich stark wirkt!

Er lautet: Trage immer einen 500 € Schein in der Tasche!

Klingt komisch, ist aber so. Denn, wenn wir in jeder Sekunde einen 500 € Schein bei uns tragen, fühlen wir uns niemals arm oder schlecht. Wir können ihn in der Tasche fühlen und dabei an ein außergewöhnlich gutes Geschäft oder an unser erstes volles Gehalt denken und dadurch Gefühle wie Freude, Sicherheit und Reichtum auslösen. Wir haben Vertrauen, dass wir mit Geld umgehen können, während andere Angst haben, es zu verlieren. Wir spüren die Sicherheit, die Freude und den Spaß immer Geld zu haben. Natürlich sollte der Schein nur in den äußersten Notfällen angebrochen werden!

Meine Teilnehmer wissen: Ich habe immer eine solchen 500 €-Schein bei mir! J

Nun bleibt mir nichts anderes mehr zu sagen, als nutze die Kraft eines positiven Ankers, um ein tolles Gefühl zu bekommen. Also fleißig Lieblingsfilm schauen, die besten Urlaubsfotos vor die Netzhaut jagen und deine ganz persönlichen Charthits genießen und dabei ANKERN, ANKERN, ANKERN!!!


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Kommentar (1)

  1. Leonhard Neels

    ist ganz einfach so ! Nur das Wissen umzusetzen ist nicht so ganz leicht, insbesondere bei den Negativ Ankern die man ein Leben lang schon mit sich trägt .

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