20. August 2011 vk.admin

Faulpelz oder Überlebenskünstler?

Warum es okay ist manchmal auf der faulen Haut zu liegen!faul

Es ist Sonntag. Die Vögel zwitschern fröhlich. Der frisch aufgebrühte Kaffee duftet herrlich. Alles ist ruhig. Die Welt lebt friedlich und im Einklang in den Tag. Ich genieße meinen Morgen in vollen Zügen. Der Himmel strahlt blau.

Eigentlich komisch, denn an kaum einem Wochenmorgen kann ich die Herrlichkeit des Seins so aufsaugen und mich dabei so wohlfühlen. Irgendetwas Magisches muss ein Sonntag also an sich haben. Vielleicht liegt das ja an meiner Grundprägung.

Fakt ist jedenfalls, die meisten Menschen arbeiten nicht – sind frei von der Arbeit, frei von Stress und das spürt man sobald man das Haus verlässt. Sie alle (oder ebene viele)  genießen ihre Freizeit und tun am liebsten alle genau das gleiche – nämlich absolut gar nichts.

Vielleicht ein kleiner Spaziergang oder ein Ausflug, aber eigentlich sind wir an unserem wohlverdienten Sonntag (oder freien Tag) doch alle eines – gewaltige Faulpelze. Ich muss ganz ehrlich sein. Auch ich gehöre das ein- oder anderer Mal zu dieser weitverbreiteten Rasse der Faultiere. Auch ich höre – auch unter der Woche – manchmal den verführerischen Ruf des gemütlichen Entspannungssessels oder meines mich berieselnden Fernsehers – und auch ich erliege ihm immer wieder.

Möglicherweise erwartest du jetzt, dass ich mit dem erhobenen Finger auf mich und die faule Gesellschaft zeige, doch das Gegenteil ist der Fall. Manchmal kann Faulheit auch ein Geschenk sein. Gerade an unseren freien Tagen. Also keine Angst: Faul und bequem sein ist absolut menschlich und okay – wenn man einige Regeln beachtet und von einem Gebrauch macht: „seinem Köpfchen!“


Qualität statt Quantität

Ein fauler Mensch versucht im Grunde genommen mit dem kleinst möglichen Einsatz, den größt möglichen Erfolg zu verbuchen. Er versucht sich also so wenig wie möglich anzustrengen und dabei möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Im Grunde genommen ist ein fauler Mensch also wie eines dieser hyper-modernen Autos, das gerade mal 3 Liter auf 100 Km verbraucht. Doch würde jemand dieses Auto faul nennen? Nein, sicher nicht. Von überall hagelt es Lob und Lorbeeren. Das Auto ist wirtschaftlich, umweltgerecht und ökonomisch. Ein Überflieger also. Wenn wir uns dieses Bild vor Augen halten, können wir lernen aus dem faul sein zu profitieren – als fauler Überflieger!

Das Wichtigste jedoch zu allererst. Ich will niemanden zum faul sein animieren oder die Faulpelze bestärken. Denn wenn man in unserer heutigen Gesellschaft etwas erreichen und erfolgreich werden will, kann man sich nicht den ganzen Tag ausruhen, sondern muss seinen Motor schon einige Zeit auf Hochtouren laufen lassen. Wer dazu sein ganzes Leben zu bequem ist, nimmt sich sogleich die Freiheit zum faul sein.

Natürlich behaupte ich auch nicht, dass nur der erfolgreich sein kann, der sein ganzes Leben nur hart schuftet. Oftmals ist harte Arbeit nicht gleichbedeutend mit viel Geld und somit keine schlüssige Gleichung. Viele Krankenschwestern können davon sicher ein Lied singen. Harte Arbeit und Fleiß ist wichtig – jedoch nicht das Ende der Fahnenstange und auch nicht ausreichend um wirklich erfolgreich zu sein.

Denken wir doch mal an eine der größten Erfindungen unsere Zeit.

Ein Mensch war zu faul, sehr schwere Dinge Tag aus Tag ein mit eigenen Händen schleppen und weite Wege zu Fuß zu machen zu müssen. Er wollte es bequem haben und legte sich dazu erstmal auf die faule Haut und dachte nach. Darüber wie er sein Leben erleichtern konnte und die Sache ins Rollen bringt… Das Ergebnis kennen wir sicher alle. Das Rad.

Viele Erfindungen werden und wurden also aus dem Bestreben heraus gemacht Aufwand und Energie zu sparen. Man könnte also sagen Edison und Co. waren in erster Linie ausgewachsene Faulpelze. Und was lernen wir daraus? Faul sein kann der Start von etwas unglaublich Tollem sein.

Faulheit, die Triebfeder vieler wunderbarer Dinge unseres Lebens!  

Jedoch darf die Faulheit niemals allein im Raum stehen oder liegen. Sie braucht immer seine Freunde: Einfallsreichtum und Cleverness!

Schauen wir uns diese Tatsache doch mal genauer an.

Was würde zum Beispiel ein sehr fleißiger Mensch tun, wenn er nach einem Job, einer Ausbildungsstelle, einem Praktikum oder nach sonstigem sucht? Vor lauter Tatendrang schustert er seine Bewerbung zusammen und verschickt sie kurzerhand an über 100 Unternehmen. Er bleibt natürlich immer am Ball und telefoniert schon nach wenigen Tagen hinterher, um am besten alle Stellen auf einmal zu bekommen: Doch bringt das den gewünschten Erfolg? Ist es vielleicht besser etwas weniger fleißig zu sein?

Denn was würde ein fauler Mensch tun? Er hätte erst einmal überhaupt keine Lust so viele Briefe zu verschicken. Er würde vielleicht auch erstmal sehr lange über sich, sein Leben, seine Wünsche und seinen Traumjob nachdenken, bevor er wirklich ins Handeln kommt. Er würde vielleicht sogar Nachforschungen anstellen, was für seinen Wunschberuf alles erforderlich ist und sich gegebenenfalls erstmal schlau machen und schlau lesen. Und dann wenn er sich bereit fühlt loszulegen, verschickt er gerade mal 5 Bewerbungen, die dafür perfekt aufgemacht und auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten sind.

Ein fauler Mensch, muss sich also seiner Schwächen bewusst sein,  sie gezielt einsetzen und so zu seinen Stärken machen – das faul sein also durch Einfallsreichtum ausgleichen, um durch die Hintertür doch noch zum Erfolg zu kommen.


Statt fleißig viel zu tun, gut überlegt das Richtige tun!

So arbeiten übrigens auch clevere Investoren, die die Magie des erfolgreichen Investments verstanden haben: Wer einmal richtig viel investiert und alles gibt, kann sich den Bauch langfristig von den Früchten der Erfolge vollschlagen!

[blockquote]Vergesse deswegen nie:
Du darfst zwar faul bei harter Arbeit sein, jedoch niemals faul im Kopf![/blockquote]

Hadere nicht damit manchmal faul und antriebslos zu sein. Nutze die Zeit und denke nach, über dich, über dein Leben und wie du diese Schwäche „Faulheit“ zu deiner Stärke werden lassen kannst. So wirst du vom ehemals faulen Sack, ganz schnell zum cleveren Lebenskünstler. Denn Fleiß kann man vortäuschen, faul muss man schon sein! 🙂


Zum Abschluss noch eine witzige Geschichte, über die ich vor einigen Wochen gestolpert bin.

Vielleicht kennst du das: Dein Chef oder Vorgesetzter bekommt den Hals einfach nicht voll genug und verlangt einmal mehr die unmöglichen 120 oder noch mehr Prozent von dir und deinem Team.

Doch rein mathematisch und physisch ist es nicht möglich, mehr als eine volle Leistung zu geben. Doch wo wir schon bei der Mathematik sind, fangen wir doch mal an zu rechnen. Und dabei immer dran denken.

Er hat angefangen! 🙂

Dröseln wir das ganze also mal auf, indem wir den Buchstaben des deutschen Alphabets Zahlen in ihrer richtigen Reihenfolge geben. So ergeben sich für den Buchstaben A = 1, B = 2, C = 3 usw. bis Z = 26.

Setzen folgende Worte in Zahlen um und addieren diese, dann kommen wir zu diesen prozentualen Arbeitsleistungen:

A – R – B – E – I – T – E – N
1 + 18 + 2 + 5 + 9 + 20 + 5 + 14 = 74 Prozent
Interessant? Arbeiten reicht also nicht aus!

W- I – S – S – E – N
23 + 9 + 19 + 19 + 5 + 14 = 79 Prozent
Auch Wissen allein scheint nicht auszureichen, um mehr als 100 Prozent zu geben.

H – A – L – T – U – N – G
8 + 1 + 12 + 20 + 21 + 14 + 7 = 83 Prozent
Auch Haltung ist also kein Alibi wenn auch schon näher dran als die ersten beiden.

Und hier haben wir sie, die wahre Bedeutung dessen, was es bedeutet, mehr als 100 Prozent zu geben:

S – C – H – L – E – I – M – E – N
19 + 3 + 8 + 12 + 5 + 9 + 20 + 5 + 21 = 102 Prozent
Wobei das nun doch noch getoppt werden kann, nämlich von den Kollegen, die es auf knapp 130 Prozent „Arbeitsleistung“ schaffen:

A – R – S – C – H – K – R – I – E – C – H – E – N
1 + 18 + 19 + 3 + 8 + 11 + 18 + 9 + 5 + 3 + 8 + 5 + 21 = 129 Prozent
Beim nächsten hochprozentigen Arbeitsauftrag kannst du dich also entspannt zurücklehnen und dir ins Fäustchen lachen.

Du  weißt ja nun, was dein Chef damit meint.  🙂


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Kommentar (1)

  1. Mario

    Klasse Beitrag!! Vor allem die kleine Geschichte am Schluß gefällt mir außerordentlich gut.. 🙂

    Alles Liebe und immer mit V-O-L-L-G-A-S A-R-S-C-H-K-R-I-E-C-H-E-N… das ergibt dann nach obiger Rechnung geniale 218 Prozent!! (89% + 129 %) und…das ist ja wohl kaum zu toppen!! Mario 🙂

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