20. April 2011 vk.admin

Mentaltraining: Wie wichtig ist Willenskraft für Erfolg?

Willenskraft

„Der Wille ist die auf ein Ziel fokussierte Kraft, die Veränderungen auch wirklich ermöglicht“

Was ist das für eine Kraft, die so stark ist, dass man mit ihr Berge versetzten kann und warum kennen die meisten sie nur vom Hören-Sagen. Für viele Menschen ist Willenskraft nur eine Worthülse, ein Begriff den man zwar kennt, aber weder selbst ausübt noch versteht. Die meisten verwechseln Willenskraft schon mal ganz gerne mit Versuchen. Ich habe alles versucht, aber es sollte nicht sein. Wirklich? Habe ich alles gegeben, habe ich alles versucht, oder habe ich es einfach nicht wirklich gewollt. Kann es sein das ein Versuch nur ein lasches Alibi ist, der das Wichtigste kaltschnäuzig ausschält: Den unbändigen Willen und somit auch den wirklichen Erfolg. Den Sieg im Spiel unseres Lebens.

Die Frage ist, versuchen wir zu gewinnen, oder wollen wir gewinnen. Zwei Sätze die gegensätzlicher nicht sein könnten und deren unterschiedliche Energie schon beim sprechen mitschwingt. Wer will denn wirklich, dass auf seinem Grabstein steht, „er versuchte zu Leben, aber es blieb leider bei dem Versuch“. Oder gar: „er versucht Alles, fand aber nie seinen Weg“. Nein, wenn wir uns für etwas entschieden haben, müssen wir den Versuch ausschalten und alles daran tun, unser Ziel vollständig zu erreichen. Aus voller Überzeugung und vollem Willen. Denn Ruhm erntet man nicht, wenn man etwas anfängt, sondern wenn man etwas zu Ende bringt. Ein Anfänger versucht, ein Meister vollendet. Natürlich ist diese Willenskraft für viele von uns schwer zu erlangen und durchzuhalten. Um sie zu erlernen braucht man neben starken Nerven auch eine eiserne Disziplin. Denn nur wer Disziplin hat, der hat sich selbst im Griff. Und wie erreichen wir diese Selbstzüchtigung und Ordnung (lat. Disciplina, Zucht und Ordnung)?

Natürlich durch den Sport. So finden wir hier sogar das Wort Disziplin, als festen Begriff für „Sportart“. Sport ist in viele Disziplinen geordnet. Eine Ordnung, mit der wir uns selbst ordnen und züchtigen können. Nirgendwo sonst bekommt man einen solchen Ansporn Leistungen zu übertreffen, ständig am Ball zu bleiben und letztendlich ein Ziel zu erreichen und das Glück voll auszuleben. Denn auch das heißt Disziplin: Sein Leben bewusst so zu gestalten, dass es in Ordnung ist, wenn eine umfassende Lebensharmonie erreicht ist. Doch vor den Erfolg hat Gott nun mal den Schweiß gesetzt. Den Schweiß , die Disziplin die Willenskraft und eben auch die Selbstmotivation.

Denn nur wer seine Willenskraft beherrscht und diszipliniert ist, braucht keinen Trainer, keiner Meister, der einen immer wieder antreiben muss um an sein Limit zu gehen. Dann kennt man seinen Körper, seinen Geist und kann sich selbst am Besten motivieren. Und diese Selbstmotivation treibt einen zu viel größeren Leistungen, als ein Impuls von außen vermag. Wir wollen unseren Traum leben und nicht nach den Vorstellungen und Plänen anderer handeln. Das ist sowohl im Sport als auch im Leben so. Wir machen uns unsere Träume und helfen kann uns dabei nur einer. Wir selbst. Und was gibt es schöneres als das erreichen einer außerordentlichen Leistung. Denn wirkliche Leitungen gehen über uns hinaus. Einerseits weil wir über uns hinaus wachsen, andererseits da sie uns überleben. Wer will sich kein Denkmal setzten? Warum immer kleinspurig denken, warum nicht etwas erreichen, an das man sich auch nach unserem Ableben zurück erinnert? Träume sind wichtig, denn sie geben uns Energie für jeden neuen Tag. Doch eines darf man dabei nicht vergessen. Seine Träume zu Leben. Denn wer sein Ziel aus den Augen verliert, wer sich in Routineleistungen verliert braucht keinen Willen mehr, der braucht keine Selbstdisziplin, der kopiert sein Leben und wird zum Fließbandarbeiter. Wer die Freude an der eigenen Leistung entdeckt hat, der will immer an der Grenze dessen sein, was gerade möglich ist.

Diese Eigenschaften können dir helfen optimale Leistungsbereitschaft zu stärken und damit auch dein Leben zu verbessern.

  • Entspannung: Die Muskeln können Höchstleistungen nur dann erreichen, wenn sie locker und entspannt sind. Kannst du körperlich vollkommen entspannen? Kennst du solche Entspannungstechniken?
  • Innere Gelassenheit: Ein Gefühl der Ruhe und des Friedens macht gelassen. Daraus entsteht eine Konzentrationsfähigkeit, die uns stärker und besser werden lässt. Kennst du innere Ruhe und Gelassenheit oder fühlst du dich gehetzt? Bist du in der Lage deine Mitte zu finden? Wirft dich schnell etwas aus der Bahn?
  • Keine Angst: Angst ist keine gesunde Energie und lässt auch keine Spitzeleistungen zu. Niemand erreicht unter Angst einflössendem Druck seine Höchstleistungen. Deshalb raus mit der Angst, rein mit dem Selbstvertrauen. Was macht dir Angst? Wie gehst du mit deiner Angst um?
  • Volle Kraft voraus: Ein hohes Energieniveau aus positiver Energie, Aufbau einer positiven Spannung, die nach Entlastung sucht. Strotzt du nur so vor Tatendrang? Gibst du immer hundert Prozent? Machst du das was erwartet wird oder was du erwartest?
  • Positiv leben: Positive Denker sind bessere Wettkämpfer. Gehst du optimistisch durchs Leben? Kennst du Methoden, die deine Stimmung verbessern? Hast du schon mal über eine Liste nachgedacht, mit der du festhältst, was du positives geleistet hast?
  • Glück: Genuss und Freude sind die Besten Aufputschmittel und helfen dir Höchstleistungen zu erbringen. Was macht dir Freude im Leben?
  • Mentale Fokussierung: Konzentration auf das Ziel, ohne sich ablenken zu lassen. Die mentale Fokussierung entsteht vor allem bei der Verbindung von Gelassenheit und positiver Energie. Konzentration ist kein Ergebnis von Anstrengung sonder von Mühelosigkeit. Kannst du dir vorstellen total entspannt und doch fokussiert zu sein.
  • Automatismus: Mentaltraining ist eine Vorbereitungsmethode. In der Leistungssituation ist Denken störend. Dann übernehmen die Instinkte die verinnerlichten Programme. Was funktioniert bei dir schon automatisch und was leider noch nicht?

 

Mit Hilfe dieser Fragen kannst du testen welche Beziehung du im täglichen Leben zu Selbstdisziplin, Selbstwertgefühl und Willenskraft hast. Vielleicht hilft es dir, dich besser zu verstehen und anschließend an den Richtigen Schrauben zu drehen.

  • Wie gelingt es dir, das, was du dir vornimmst in die Tat umzusetzen? Bewerte diese Fähigkeit mit 1 bis 10 Punkten. Wie stark ist deine Willenskraft? Und bitte nicht schummeln. =)
  • Wie viel Selbstdisziplin besitzt du im Vergleich mit anderen Menschen, die für dich ein Vorbild sein könnten? Glaubst du dass deine Willenskraft so stark werden kann, um aufzuschließen?
  • Hast du im Augenblick einen besonderen Wunsch, einen Traum oder ein Ziel? Inwiefern kann dir dein Wille dabei helfen?
  • Hat sich deine Selbstdisziplin in den letzten Jahren und Jahrzehnten verändert? Hattest du früher mehr oder weniger Motivation? Fällt es dir leichter oder schwerer etwas zu erreichen? Gründe?
  • Kannst du dich an einen Moment erinnern, an dem du besonders große oder geringe Willenskraft gezeigt hast?
  • Betrachtest du Leistung als etwas Positives?
  • Welche sind die größten Leistungen deines Lebens und warum?
  • Was für eine Rolle spielen erbrachte Leistungen für dein Selbstwertgefühl? Bei welchen Leistungen kannst du sagen „Ich bin stolz auf mich“!
  • Haben Fehler eine Rolle in deinem Leben?

Und nun viel Erfolg!

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